Schatten der Wahrheit

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Düsteres Kammerspiel. Michelle Pfeiffer geht auf Geisterjagd und wird mit den Schatten der Wahrheit konfrontiert.

Titel Schatten der Wahrheit
Jahr 2000
Produktionsland USA
Regie Robert Zemeckis
Drehbuch Clark Gregg, Sarah Kernochan
Genre Mystery-Horror-Thriller
Darsteller Harrison Ford, Michelle Pfeiffer, James Remar, Miranda Otto
Länge 124 min.
FSK ab 16 Jahren
Verleih 20th Century Fox

Story:

Der renommierte Wissenschaftler Dr. Norman Spencer (Harrison Ford) und seine Frau Claire (Michelle Pfeiffer), genießen ihren Wohlstand in der erst kürzlich restaurierten Seevilla in Vermont. Während Norman infolge von intensiver Forschungsarbeit die meiste Zeit auf der Arbeit verbringt, ist Claire tagsüber allein zuhause. Eines Tages lernt Claire ihre Nachbarn Warren und Mary Feur kennen. Bereits zuvor sind die Feur’s Norman und Claire durch ihre nächtlichen Streitereien mit darauffolgenden lautstarken Versöhnungssex aufgefallen.

Eines nachts beobachtet Claire Warren dabei, wie dieser etwas in den Kofferraum seines Wagens presst, was erschreckende Ähnlichkeit zu einem Leichensack aufweist. Fortan ist Claire davon überzeugt, das Warren seine Frau Mary ermordet hat. Darüber hinaus glaubt sie, das der Geist der Verstorbenen, Mrs. Feur, in ihrem Haus spukt. Immer wieder sieht Claire mysteriöse Erscheinungen. Norman glaubt von alldem jedoch kein einziges Wort und macht Claires tägliche Einsamkeit für ihr Verhalten verantwortlich. Doch Claire bleibt störrisch und stellt weitere Nachforschungen an. Dabei ist ihr nicht bewusst, dass die Spurensuche ebenso überraschende wie gefährliche Erkenntnisse aus ihrem eigenen Leben ans Tageslicht bringen.

Hintergrund:

Der US-amerikanische Filmemacher Robert Zemeckis (Forrest Gump) drehte Schatten der Wahrheit als reines Nebenprojekt. Der Film entstand während den Pausen zu seiner eigentlichen Hollywoodproduktion Cast Away-Verschollen. Dabei wurde mit Ausnahme der Schauspieler mit der gesamten Cast Away Film-Crew gedreht. Schatten der Wahrheit erwies sich mit geschätzten 155 Millionen Dollar Einspielergebnis in den USA als durchaus erfolgreich. Wenn man berücksichtigt, dass der Film nur als beiläufige Nebenproduktion gedacht war, ein beachtliches Ergebnis.

Kritik:

Robert Zemeckis bediente sich bei Schatten der Wahrheit vertrauter Stilmittel aus dem Mystery-Horror-Genre und paarte das ganze geschickt mit Elementen eines Psychothrillers. Dabei baut das elegant inszenierte Kammerspiel eine langsame Spannungssteigerung auf und setzt auf bewährte altmodische Grusel-Effekte nach alter Schule.

Wehende Vorhänge, knarrende Türen und schattenhafte Erscheinungen begleiten eine schauspielerisch hervorragende Michelle Pfeiffer bei Ihrer Spurensuche, in einer atmosphärisch dichten Gespenstergeschichte. Harrison Ford erweist sich hier zwar „nur“ als souveräner Part des Geschehens, darf aber mal in einer recht unvorhersehbaren Charakterrolle bestaunt werden.

Hastige Schnitte oder moderne Jump-Scares bekommt man hier so gut wie nie zu Gesicht. Das würde auch nicht zum verhältnismäßig ruhigen Aufbau der Geschichte passen. Der Film funktioniert wie ein schleichendes kleines Grusel-Puzzle. So bekommt der Zuschauer immer mal wieder kleinere Hinweise, wie beispielsweise einen Schlüssel oder eine silberne Halskette zu Gesicht. Diese fügen sich dann zu einem miteinander verzahnten Gesamtbild zusammen und bringen das mysteriöse Geschehen langsam aber sicher voran. Das funktioniert dann auch trotz des kunstvoll verlangsamten Tempos erfreulich kurzweilig und spannend. Zum Finale hin wird der Twist dann zwar etwas gesteigert, artet aber zu keinem Zeitpunkt in einer schnellen Effekthascherei aus.

Abschließend sei noch erwähnt, das sich Zemeckis bei der Machart des Films unter anderem an Alfred Hitchcock orientierte. So sind zum Beispiel Parallelen zu Das Fenster zum Hof nicht von der Hand zu weisen. Das sollte aber weniger kritisch gesehen werden, sondern vielmehr als eine liebevolle Hommage an längst vergangene Klassiker des Regie-Altmeisters.

Fazit:

Kurzweiliges Spuk-Rätsel. Schatten der Wahrheit folgt den Regeln der alten Grusel-Kunst und setzt dabei auf bewährte Spannung und Atmosphäre. Freunde von Jump-Scares und Schockeffekten am laufenden Band werden hier nicht glücklich werden. Das Grauen kommt langsam aber effektiv und zum Großteil auch unvorhersehbar daher. Lediglich alte Hasen des Genres könnten das ganze vorzeitig durchschauen. Dennoch bleibt Schatten der Wahrheit ein top inszeniertes Kammerspiel mit etablierten Hauptdarstellern und einem düsteren und stimmigen Gesamtpaket.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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