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In 25 km/h starten zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einen spontanen Road-Trip. Dort erleben sie die wahnwitzigsten Situationen und lernen sich gegenseitig besser kennen. Doch vor allem lernen sie eine Menge über sich selbst.

Titel25 km/h
Jahr2018
ProduktionslandDeutschland
RegieMarkus Goller
DrehbuchOliver Ziegenbalg
GenreKomödie, Drama
DarstellerLars Eidinger, Bjarne Mädel, Sandra Hüller, Alexandra Maria Lara, Franka Potente, Jella Haase, Jördis Triebel, Wotan Wilke Möhring
Länge116 Minuten
FSKab 6 Jahren freigegeben
VerleihSony Pictures
Plakat zu "25 km/h" © Sony Pictures
Filmplakat zu “25 km/h” © Sony Pictures

Handlung von 25 km/h

Die beiden Brüder Georg und Christian haben sich 30 Jahre nicht mehr gesehen. Nun treffen sie sich auf der Beerdigung ihres Vaters wieder und sind gar nicht gut aufeinander zu sprechen. Nachdem sie sich langsam zusammengerauft haben, fahren sie spontan mit ihren beiden Mofas aus Kindertagen hinaus in die Welt. Damals hatten sie eine To-Do-Liste erstellt, die sie nun abarbeiten wollen.

Unterwegs passieren alle möglichen unvorhersehbaren Dinge, teils witzig, teils dramatisch. Doch die ganze Zeit über haben die beiden Brüder sich. Das stärkt sie. Gegenseitig locken sie sich aus ihrer Blase heraus und stacheln sich an, sich ihren Ängsten und Fehlern zu stellen. Denn im Grunde sind beide nicht zufrieden mit ihrem aktuellen Leben. Doch dieser Road-Trip soll alles ändern.

Lars Eidinger und Bjarne Mädel als "Christian" & "Georg" in "25 km/h" © Sony Pictures
Lars Eidinger und Bjarne Mädel als “Christian” & “Georg” in “25 km/h” © Sony Pictures

Cast

Bjarne Mädel sehen wir als Georg, den älteren der beiden Brüder, die jedoch nur ein Jahr trennt. Er ist der heimatverbundenere, der sich bis zu dessen Tod um ihren Vater gekümmert hat. Seine Wünsche sind bescheiden und so lebt er nach wie vor im Elternhaus und geht seinem Tagwerk als Tischler nach.

Der krasse Gegensatz, Christian, wird von Lars Eidinger verkörpert. Als Topmanager hat er sich mittlerweile in Singapur etabliert und mit den kleinbürgerlichen Problemen nicht mehr viel am Hut. Er ist damals einfach abgehauen und ließ George mit dem kranken Vater zurück.

Alexandra Maria Lara und Franka Potente als "Ingrid" & "Ute" in "25 km/h" © Sony Pictures
Alexandra Maria Lara und Franka Potente als “Ingrid” & “Ute” in “25 km/h” © Sony Pictures

Schauplätze

Der als Roadmovie inszenierte Film erwies sich als durchaus aufwendig. Die Reise führt unter anderem durch Nordrach und Kniebis im Schwarzwald, Gengenbach an der Badischen Weinstraße, wo auch ein Weinfest inszeniert wurde, Fußbach, Berghaupten und Baden-Baden. In einer Szene mampfen sich die beiden durch die komplette Karte eines griechischen Restaurants. Dieses heißt “Syrtaki” und befindet sich in Euskirchen (Rheinland).

Aufgrund des gigantischen Pensums war es unmöglich jede einzelne Location vor Drehstart festzulegen. Manches hat sich erst im Laufe der Dreharbeiten ergeben.

Die beiden Brüder erleichtern sich mitten im Nirgendwo in "25 km/h" © Sony Pictures
Die beiden Brüder erleichtern sich mitten im Nirgendwo in “25 km/h” © Sony Pictures

Form

25 km/h ist ein waschechtes Roadmovie. Beide Hauptdarsteller heizen auf ihren Mofas durch fünf Bundesländer und werden dabei von der Kamera begleitet.

Es gibt einige deutsche Mundarten zu hören.

Die Story beginnt im Hier und Jetzt und man erfährt erst nach und nach was damals passiert ist und wieso die Situation so ist, wie sie ist.

Jella Haase als "Willie" in "25 km/h" © Sony Pictures
Jella Haase als “Willie” in “25 km/h” © Sony Pictures

Hintergrund

Die beiden Mofas sind eine Zündapp ZD25 in Orange und eine goldfarbene Puch.

Das Drehbuch wurde ohne Produktionsfirma angefertigt und das Projekt wurde alleine durch die dafür neu gegründete Produktionsfirma “Sunny Side Up” gestemmt

Wotan Wilke Möhring als "Hantel" in "25 km/h" © Sony Pictures
Wotan Wilke Möhring als “Hantel” in “25 km/h” © Sony Pictures

Genre & Fazit

Ich muss gestehen, dass mich der Trailer nur teilweise angesprochen hat. Normal hätte ich mir den Film wohl eher nicht angesehen. Aber es kam dann doch anders. Zum Glück.

Die Geschichte ist super geschrieben. Man kann sich mit einem der beiden identifizieren und hat auch Hintergrundwissen. Von einem bestimmten Punkt an geht es nur noch spontan in den Tag hinein. Viele würden genau so leben wollen. Auf den Mofas der Kindheit durch Deutschland reisen und machen, was man will.

Bjarne Mädel und Lars Eidinger klingt nicht nur nach einem perfekten Duo, es ist auch eins. Schon optisch passt das einfach wie die Faust aufs Auge. Und dann noch ihre gegensätzlichen Charaktere, das ist genial.

Die Aufnahmen sind absolute Hingucker. Dieses Land wird von seiner Schokoladenseite gezeigt und man erlebt viele regionale Eigenheiten. So ist wirklich für jeden etwas dabei.

“Wir fahren jetzt einfach!”

Garniert wird der Streifen mit etwas Romantik und auch Action. Doch vor allem steht der Humor im Vordergrund. Und der sitzt. Die beiden wirken nie peinlich oder nervig. Sie balancieren geschickt zwischen kindischer Unbefangenheit und dem doch vorhandenen Pflichtbewusstsein und den inneren Gefühlen.

Vor allem Leuten ab 30 oder 35 lege ich 25 km/h sehr ans Herz. Man erkennt viele Dinge, die man evtl. selbst aus seiner Kindheit kennt. Wer hatte nicht irgendwo in der Familie eine Tischtennisplatte stehen, auf denen sich die Geschwister, Cousins/Cousinen und auch die Älteren hart umkämpfte Matches geliefert haben? Und auch Mofas haben sicher in dem ein oder anderen Leben eine mittelgroße bis sehr große Rolle gespielt. Dazu der ewige Wunsch, dem drögen Alltag zu entfliehen und einfach drauf los zu reisen. Der Nostalgiefaktor kann hier sehr hoch sein und mich hat dieses Werk voll abgeholt. Sehr lustig, überraschend und kurzweilig kommt das Paket daher, ich war absolut positiv überrascht und rate wirklich unbedingt zu einem Besuch im Kino.

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