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Ein Film, Zwei Meinungen – Alien: Covenant

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1 Film, 2 Meinungen! Hier könnt ihr eine positive bzw. negative Gegenüberstellung zu “Alien: Covenant” sehen. Auf Seite 1 Florians Rezension und auf der Seite 2 die von Der Hit.

TitelAlien: Covenant
Jahr2017
ProduktionslandUSA
RegieRidley Scott
DrehbuchJohn Logan, Dante Harper
GenreSciFi / Horror
DarstellerMichael Fassbender, Kathrine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Guy Pearce
Länge122 Minuten
FSKAb 16 Jahren freigegeben
VerleihTwentieth Century Fox Germany
Das Alien aus Alien: Covenant
Bluray Cover von Alien Covenant by ©2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Seite 1 – Autor: Florian Grogoll

Auf der Suche nach dem Ursprung entdecken wir unser Ende.

Wenn man irgendwo Nutella draufschreibt, muss man auch Nutella reintun, oder sich zumindest daran messen lassen. Das war der erste Gedanke nach Sichtung dieses Films.

“Alien: Covenant” ist maximal Nusspli. Seit dem die Filmemacher uns Zuschauer mit Prequels penetrieren, geht es mit dem Ideenreichtum noch schneller bergab, als es ohnehin schon der Fall war. Hatte Prometheus wenigstens noch den Anstand, nicht das Wort “Alien” im Titel zu haben, so begibt sich dieser Film in eine Liga, in der er nichts zu suchen hat. Meiner Meinung nach gibt es einfach Dinge, die nicht erklärt werden müssen. Mit “Alien” ist Scott etwas gelungen, was viele Regisseure versuchen, aber nur wenige schaffen. Eine Art Filmmythos. Einfach etwas, was funktioniert, fesselt und im Grunde, generationenübergreifend begeistert. Doch wie bei, leider, zu vielen Filmen dieses Genres, entzaubert man sein eigenes Werk, wenn man meint, die Hintergründe aufdecken zu müssen. Ein Magier erklärt doch auch nicht seine eigenen Tricks. Als eigenständiger SciFi / Horror Thriller der heutige Zeit, würde ich Prometheus noch eine 9 von 10 Punkten geben, weil er einfach eine gute Balance zwischen Plot, Dichte und Effekten aufweist und mit erstklassigen Darstellern agiert. Alien: Covenant allerdings hat den Namen ” Alien ” im Titel einfach nicht verdient.

Darsteller:

Ein Gespräch zwischen Michael Fassbender und Guy Pearce in Alien: Covenant
Michael Fassbender und Guy Pearce in Alien: Covenant. ©2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

An denen hapert es nicht. Allen voran Michael Fassbender der es unglaublich authentisch und minimalistisch schafft, mit kühler Zurückhaltung eine spürbare Bedrohung darzustellen. Alle anderen Darsteller machen ihre Sache, im Rahmen des Drehbuchs wirklich gut.

 

Inszenierung / Setting: (Achtung: Gemessen am Original)

Abgesehen vom Plot von “Alien: Covenant”, liegt hier die größte Schwäche. Zu hell, zu weitläufig und zu groß ist das Setting. Dieses einzigartige Gefühl der Ausweglosigkeit und die gefühlte Nähe zu den Protagonisten fehlt.
In keiner Sekunde schafft es der Film die klaustrophobische, düstere Stimmung zu erzeugen, die die originalen “Alien”-Filme ausmachten. Und wie bei anderen Prequels, fehlt es hier am Verständnis dafür, dass das ganze VOR den anderen Ereignissen passiert sein soll. Das Setdesign des Raumschiffes hätte man dementsprechend anpassen müssen.

Der Plot:

Das Raumschiff aus Alien Covenant
Alien: Covenant. ©2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Uns geneigten Zuschauern erzählen zu wollen, dass die Langeweile eines, über sich selbst hinaus gereiften, Androiden für die Entstehung der Aliens verantwortlich ist, wäre sogar für Drehbuchautoren von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” etwas zu konstruiert. Die Entstehung dieser fiesen Spezies mit der Suche nach unserem Ursprung überhaupt in Verbindung zu setzten, ist schon vom Ansatz her sehr fragwürdig. Eine Jahrzente lang geplante Mission mit knapp 2000 zukünftigen Siedlern aufgrund von “Country Roads” einfach mal über den Haufen zu werfen, hatte mich fast dazu veranlasst, das Kino vorzeitig zu verlassen. Warum es in der Schlafkammer brennt, wird nicht ansatzweise erklärt und zeigt einem, dass der Tod des eigentlichen Vorgesetzten zu simpel konstruiert wurde. Der Rest hat dann den Charme eines typischen 2. Teils. Ein stiefmütterlich behandeltes Bindeglied. Unausgegoren und zu gewollt, zu verkrampft und einfach blutleer driftet dieser Plot ins Langweilige ab.

FAZIT:

Weder Fisch, noch Fleisch. Mittelmäßiger Sci-Fi – Thriller, der völlig unnötig ist.

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Name: Florian Grogoll Alter: 44 bevorzugtes Genre: Drama, Sci Lieblingsfilme: Fi K-Pax, Saving Mr. Banks, Ex Machina, Face off, Stadt der Engel, The Dark Knight, Memento, L.A. Crash, Snatch-Schweine und Diamanten, Avatar Ich bin ein Filmliebhaber. Ich liebe sowohl anspruchsvolles, als auch gut gemachtes "No Brain" Kino. Ich wäre fast mal bei " Wetten Dass...." gelandet. Ich wollte 1000 Filme an 5 Sekunden Ausschnitt erkennen...Mir gehen die professionellen Kritiker auf die Nerven, die immer das selber Grundgerüst für ihre Kritiken benutzen, ohne dem Genre Rechnung zu tragen. Deswegen habe ich angefangen Kritiken zu schreiben, die recht einfach gehalten sind und den Fokus auf das Wesentliche legen.

1 KOMMENTAR

  1. Die haarsträubenden Fehler aus Prometheus muss mir man mir nochmal aufzeigen :D… Ansonsten bin ich meinungstechnisch wohl eher auf der Seite von Der Hit. Covenant ist kein Meisterwerk, aber genauso kein Totalausfall. Ridley Scott demontiert mit Prometheus und Covenant nicht sein eigenes Werk, sondern führt es tatsächlich in die Richtung in welche er die Alien-Reihe ohnehin mmer bringen wollte. Laut eigenem bekunden, hat er sich bei den Sequels stets gewundert, warum nie mehr jemand auf die “Engineers” eingegangen ist. Die beiden Prequels sind eben kleine “Deeper Meaning” Feuerwerke, das mag nicht ganz zum B-Horrormovie Charme der älteren Alien-Filme passen.

    PS: Auch meine Begeisterung über ein vollausgeleuchtetes Protoalien hielt sich in Grenzen. Doch wirklich enttäuscht, war ich nur vom Fehlen der beiden Szenen, die man vorab als Teaser des Films veröffentlicht hatte – die das letzte Abendmahl Szene auf der Covenant und jene, in der Dr. Shaw David an Bord des Engineerschiffs repariert.

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