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Alpha thematisiert die Annäherung von Mensch und Wolf vor über 20.000 Jahren im eiszeitlichen Europa. Wie schafften es unsere Vorfahren, diese wilden Beutegreifer an unsere Seite zu holen?

TitelAlpha
Jahr2018
ProduktionslandUSA
RegieAlbert Hughes
DrehbuchDan Wiedenhaupt
GenreAbenteuer
DarstellerKodi Smit-McPhee, Leonor Varela, Jóhannes Haukur Jóhannesson, Mercedes de la Zerda, Jens Hultén, Natassia Malthe, Marcin Kowalczyk, Spencer Bogaert
Länge96 Minuten
FSKab 12 Jahren freigegeben
VerleihSony Pictures
Filmplakat zu "Alpha"
Filmplakat zu “Alpha” © Sony Pictures

Handlung von Alpha

Europa vor 20.000 Jahren. Die Eiszeit hat Europa im Griff und ein hungriger Stamm von Menschen macht sich auf, um Vorräte für den langen Winter zu erjagen. Angeführt von ihrem Anführer Tau, pirschen sie sich an eine Herde Steppenbisons heran. Keda, der Sohn des Anführers, ist das erste Mal mit von der Partie. Er soll sich den Respekt des Stammes und vor allem den seines Vaters verdienen, um als Mann in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden.

In den chaotischen Wirren der Jagd geschieht ein tragischer Unfall und Tau wird für tot gehalten. Allerdings überlebt er, trotz zahlreicher Verletzungen knapp und muss sich von nun an durch das wilde, ursprüngliche Europa kämpfen. Neben Bisons leben hier auch Mammuts, Wollhaarnashörner, Höhlenlöwen und Höhlenhyänen. Zu allem Überfluss nähert sich der alles verschlingende Winter mit rasender Geschwindigkeit.

Die Gruppe auf dem Weg zur Jagd in "Alpha"
Die Gruppe auf dem Weg zur Jagd in “Alpha” © Sony Pictures

Cast

Der junge Keda wird von Kodi Smit-McPhee verkörpert. Keda ist ein Jugendlicher an der Schwelle zum Erwachsenen. Er muss sich diese Stellung jedoch hart erarbeiten. Sein großes Talent blitzt immer wieder auf, etwa beim Anfertigen von Speerspitzen.


Jóhannes Haukur Jóhannesson spielt den Anführer Tau. Dieser liebt seinen Sohn Keda über alles, aber behandelt ihn wie jedes andere Mitglied. Er fordert viel von ihm, beschützt ihn jedoch auch.

Keda und Alpha jagen Fische in "Alpha"
Keda und Alpha jagen Fische in “Alpha” © Sony Pictures

Schauplätze

Gedreht wurde in Kanada, vor allem in und um Vancouver, der Prärie und den “Badlands” von Süd-Alberta. Auch in Los Angeles und Apple Valley, Kalifornien entstanden Drehorte.

Das heutige Kanada ähnelt dem eiszeitlichen Europa in vielen Facetten. Daher waren die gewählten Örtlichkeiten perfekt für diesen Film. Es war sehr wichtig, monumentale Bilder zu erschaffen, denn es wird nur sehr wenig gesprochen.

Um dies zu realisieren, arbeitete Regisseur Albert Hughes mit dem jungen Österreicher Martin Gschlacht zusammen, der 2015 den europäischen Filmpreis für die beste Kamera gewann.

Keda und Alpha feilen an ihrer Jagdtechnik in "Alpha"
Keda und Alpha feilen an ihrer Jagdtechnik in “Alpha” © Sony Pictures

Form

Die Optik ist das ganz große Plus dieses Werks. Hier werden einige epische Szenen erschaffen und alles andere tritt in den Hintergrund.

Zu Beginn sehen wir die Jagdszene, erst danach beginnt die Geschichte also mit einem kleinen Rückblick von vorne.

Die Filmmusik ist ebenfalls recht imposant gestaltet worden. Dadurch ergänzt sie sich sehr gut mit den visuellen Reizen.

Kostüm und Make-up sind bei jeder einzelnen Person auf das Gesamtbild abgestimmt. Es muss so aussehen, als wären alle von dem selben Ort. Also müssen Hautfarbe und Kleidung sehr ähnlich aussehen.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft in "Alpha"
Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft in “Alpha” © Sony Pictures

Hintergrund

Der Wolf Alpha ist im echten Leben ein tschechischer Wolfshund aus Frankreich namens Chuck. Die Rasse ist eine Kreuzung aus deutschem Schäferhund und eurasischem Wolf. Diese Entscheidung ist ein Kompromiss zwischen möglichst wolfsähnlichem Aussehen und einer bestmöglichen Trainierbarkeit.

Alle anderen zu sehenden Wölfe stammen aus Spanien oder den Orkney Inseln in Schottland.

Für Alpha wurde die Cro-Magnon-Sprache erschaffen, von der niemand genau weiß, wie sie war. Erledigt wurde diese Aufgabe von der LCS (Language Creation Society). Die Gruppe haben Sprachen für Game of Thrones, Avatar und Superman geschaffen.

Alpha spürt die Anwesenheit von Gefahr in "Alpha"
Alpha spürt die Anwesenheit von Gefahr in “Alpha” © Sony Pictures

Fazit

Als ich vor über einem Jahr den ersten Trailer zu sehen bekam, war ich hin und weg. Diese epischen Bilder gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Dazu interessiere ich mich sehr stark für die Tiere der Eiszeit, gerade die Megafauna. Auch die Geschichte zwischen Mensch und Wolf fasziniert mich und der Trailer konnte mich so auch emotional für sich gewinnen.

Dann ging immer mehr Zeit ins Land und ich fragte mich immer wieder, wieso die Veröffentlichung so lange auf sich warten lässt. Dann war es endlich soweit.

Visuell kann Alpha all das halten, was der Trailer versprach, ich saß einige Male mit offenem Mund vor der Leinwand und genoss das, was sich mir bot. Vereinzelte Szenen erinnerten mich sogar an 300, ein weiteres großes Werk, was die Optik angeht.

Die Story wirkt auf mich insgesamt weitestgehend stimmig und die Interaktionen zwischen Keda und Alpha sind überwältigend. Bis hierhin wurde sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt.

“Wir müssen zusammen halten!”

Leider gibt es auch einige Dinge auf der Contra Seite. So sind die Schauspieler allesamt austauschbar, was allerdings auch der Geschichte geschuldet ist, da sie recht unwichtig sind. Dialoge sind rar gesät und auch nicht wirklich Oscar-reif, aber das sollte hier ohnehin niemand ernsthaft erwarten.

Das größte Problem aber, das ich mit Alpha habe, sind die 3-4 gravierenden Szenen, die total unlogisch oder unrealistisch sind. Nicht nur ein wenig, sondern wirklich sehr unrealistisch und es fällt jedem sofort auf. Ich möchte hier nicht spoilern, aber diese Sequenzen haben dem Film sehr geschadet. Mit dieser Meinung war ich im Kinosaal auch keineswegs allein.

Dazu muss ich sagen, dass ich aufgrund des Trailers wirklich wahnsinnig hohe Erwartungen an Alpha hatte und die konnte der Streifen einfach nicht erfüllen. Es ist ganz klar ein sehenswerter Film, der gerade optisch wirklich zu beeindrucken weiß. Wer sich also für diese Epoche, die Natur oder einfach nur bildgewaltige Werke interessiert, der sollte sich Alpha nicht entgehen lassen. Ich bereue es nicht, ihn gesehen zu haben. Der von mir erwartete ganz große Wurf ist es dann aber leider nicht geworden.

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