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Im Rahmen der Berlinale 2018 habe ich mir 3 Filme ausgesucht, die mich interessiert haben. Dies war mein erster Besuch der Internationalen Filmfestspiele in unserer Hauptstadt.

Berlinale Plakat der 68. Internationalen Filmfestspiele, gestaltet von der Agentur Velvet Creative Office
Berlinale Plakat der 68. Internationalen Filmfestspiele, gestaltet von der Agentur Velvet Creative Office

Tag 1:

Ich bekam von einer Freundin das unerwartete Angebot, mir Karten für die Berlinale zu besorgen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und so wählte ich 3 Filme aus. Für mehr hatte ich leider keine Zeit. An dieser Stelle nochmal vielen Dank 🙂

Film Nummer 1 war 7 Tage in Entebbe, der mich aufgrund der Thematik sehr interessierte. Daniel Brühl spielt eine Hauptrolle und die Handlung spielt im Uganda von Idi Amin. Sehr explosives Material. Eine ausführliche Kritik dazu wird es zum Kinostart geben.

Ich begab mich zum Haus der Berliner Festspiele und folgte den roten Lichtern, Richtung Berlinale-Teppich. Das war mein erstes Mal bei so einer offiziellen, internationalen Filmveranstaltung und so lief ich ehrfurchtsvoll den Teppich entlang und sog alle Eindrücke auf. Im Foyer standen viele Menschen in Anzug und vornehmen Kleidern. Man merkte sofort, dass das hier etwas Besonderes war. Ich kam recht knapp an, so musste ich nicht anstehen, konnte jedoch noch einen guten Sitzplatz ergattern.

Rahmenprogramm gab es keins, es wurde der Streifen gezeigt, applaudiert und ruhig in Richtung Nachhause gestartet.

Tag 1: 7 Tage in Entebbe im Haus der Berliner Festspiele
Tag 1: 7 Tage in Entebbe im Haus der Berliner Festspiele

Tag 2:

Am nächsten Tag ging es Richtung Potsdamer Platz. Hier sollte um 22:00 Uhr Unsane – Ausgeliefert gezeigt werden. Im glamourösen “Berlinale Palast”. Vorher schlenderte ich noch durch die Arkaden und genoss die eine oder andere Köstlichkeit. Etwa 45 Minuten vor Beginn stellte ich mich in die Schlange, denn ich wollte heute mehr von dem “Drumherum” mitbekommen als am Vortag.

Tag 2: Unsane - Ausgeliefert im Berlinale Palast
Tag 2: Unsane – Ausgeliefert im Berlinale Palast

Ich stand erst 5 Minuten, als plötzlich Musik gespielt wurde, Limousinen heran fuhren und ein Blitzlichtgewitter losbrach. Die Show hatte also begonnen. Es waren zahlreiche Kamerateams versammelt und der rote Teppich war sehr gut besucht. Auch ich durfte erneut diesen Weg gehen und heute war es 2, 3 oder 4 Nummern größer als an Tag 1. Es wurden Interviews geführt, das ZDF berichtete und im Minutentakt stieg ein anderer Promi aus einem Wagen.

Der Gang über den roten Teppich ist schon was besonders
Der Gang über den roten Teppich ist schon was besonders

Ich ging sofort in den Kinosaal um mir den besten Platz zu sichern und den bekam ich auch. Genau in der Mitte des Raumes. Perfekt! Dann ging ich nochmal hinaus und machte Fotos und Videos. Diesen Abend habe ich richtig genossen.

Mein Sitzplatz war ebenfalls perfekt
Mein Sitzplatz war ebenfalls perfekt

Vor Filmbeginn kamen dann noch der Regisseur Steven Soderbergh mit den Hauptdarstellern (u.a. Claire Foy und Joshua Leonard) auf die Bühne und sagten ein paar Worte zur Arbeit, den Erfahrungen und Intentionen. Sie taten das bereits im Vorfeld des Films, da Claire Foy zu einem Dreh fliegen musste. Der Rest blieb jedoch bis nach dem Film, den sie zusammen mit uns ansahen.

Vor dem Film gab es eine kurze Vorstellung von Regisseur und Darstellern
Vor dem Film gab es eine kurze Vorstellung von Regisseur und Darstellern

Nach dem Abspann und dem obligatorischen Applaus erhoben sie sich einige Reihen hinter mir und wurden gebührend gefeiert. Denn, soviel kann ich schon verraten, Unsane – Ausgeliefert ist kein gerade schlechter Film. Nun hieß es leider wieder, das atemberaubende Ambiente zu verlassen und sich auf den Heimweg zu machen. Nach einem kurzen Stop bei einer Burgerkette, selbstverständlich.




 

Tag 3:

Der dritte und letzte Tag brachte mich dann in eine etwas bürgerlichere Gegend von Berlin. Nach Neukölln. Nur wenige Meter von der U-Bahn-Station entfernt befindet sich das Kino “Neues Off”. Es steht ganz unter dem Motto Berlinale Goes Kiez. Hier gab es keinen Glamour, sondern liebevolles, bodenständiges 50er-Jahre-Flair. Gezeigt wurde heute Eldorado. Eine Dokumentation über die Flüchtlingssituation, Richtung Europa. Ich machte ein paar Bilder und verliebte mich ein bisschen in dieses skurril anmutende Ensemble.

Tag 3: Eldorado im Neues Off im Rahmen von Berlinale Goes Kiez
Tag 3: Eldorado im Neues Off im Rahmen von Berlinale Goes Kiez

Der Saal war leider schon fast voll und so nahm ich Platz in der 2. Reihe, ein für mich ungewöhnlicher Platz. Doch die Leinwand war so platziert, dass es überhaupt kein Problem darstellte. Was ich dort zu sehen bekam, erschütterte mich und lies mich lange darüber nachdenken. Als der Film beendet war, gaben sich Regisseur Markus Imhoof, einige technische Leiter und die “Hauptdarsteller” Raffaele Falcone und “Akhet Tewende” die Ehre. Sie veranstalteten ein Q&A mit den Zuschauern, was sehr interessant war.

Tag 3: Eldorado im Neues Off im Rahmen von Berlinale Goes Kiez
Tag 3: Eldorado im Neues Off im Rahmen von Berlinale Goes Kiez

Nachdenklich verließ ich den Saal und postierte mich vor dem Eingang, um ein paar letzte Fotos der Berlinale 2018 zu machen. Auf dem Weg zurück zur U-Bahn machte ich erneut kurz Halt an einem Burgerladen. Anschließend fuhr ich in die Wohnung und war überglücklich, diese Erfahrung gemacht haben zu können. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder kommen. Dann eventuell in einer anderen Rolle.

2 KOMMENTARE

  1. Sehr interessante Eindrücke. Bin schon auf die Reviews gespannt. Aber ausgerechnet Neukölln als bürgerlich zu bezeichnen halte ich dennoch zumindest für gewagt 😀

    • Freut mich 🙂 in dem Kontext sollte es bedeuten, dass Neukölln bürgerlicher ist, als alles rund um den Berlinale Palast am Potsdamer 😉

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