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Black Panther

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Rasante Action, starke Schurken und ein sattelfester Cast sind Black Panthers vorrangige Argumente. Doch das afrofuturistische Meisterwerk von Ryan Coogler hat noch deutlich mehr zu bieten und zeigt anschaulich, wie katzenhaft-beweglich Marvel und Disney in ihrem Zugpferd, dem MCU, bleiben.

Titel Black Panther
Jahr 2018
Produktionsland USA
RegieRyan Coogler
DrehbuchRyan Coogler
Genre Action, Sci-Fi, Fantasy, Superhelden
DarstellerChadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Letitia Wright, Winston Duke, with Angela Bassett, with Forest Whitaker, Andy Serkis
Länge 134 Minuten
FSK FSK 12
VerleihWalt Disney Germany
Plakat von Black Panther ©Marvel Studios 2018

Bis auf Blade und Hancock eint die Superhelden des DC und Marvel Universums vor allen Dingen eines: Sie sind Weiß. Danach noch männlich (War Machine als Handlanger des US Militär sei einmal außen vor gelassen). Obendrein verteidigen sie natürlich die USA vor Feinden. Nun aber liefert Ryan Cooglers Black Panther eine radikal abweichende Comicverfilmung ab. Eine mit einem stolzen und aufrechten, afrikanischen Herzen, mit einem fast ausschließlich dunkelhäutigen Cast und mit einem Plot, der in weiten Teilen die USA ignoriert und sich statt dessen auf die fiktionale Nation Wakanda konzentriert. Was Black Panther im Sinne der MCU-Franchise noch den Ritterschlag versetzt: Alles aus den vorherigen Filmen funktioniert zum Vorteil dieses Streifens. Aber damit nicht genug.

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https://youtu.be/L5L8ecewCoc

Black Panther: Zwischen Smoking und Katzen-Onzie

Natürlich ist Black Panther noch immer ein Superhelden-Film, der von jedem Heranwachsenden verstanden werden kann (und soll). Aber es dürfte ein nun deutlich größeres Publikum anziehen – ähnlich wie im letzten Jahr Wonder Woman. Denn jeder Heranwachsende freut sich um so mehr, wenn er oder sie sich direkt mit den Helden identifizieren kann. Viele dürften innerlich darauf gewartet haben, dass es endlich auch mal einen Film gibt, in dem sich afrikanische Helden auf globalem Niveau auf der Leinwand und darüber hinaus austoben „dürfen“.

Black Panther/T’Challa (Chadwick Boseman) in Action auf internationalem Parkett. ©Marvel Studios 2018

Black Panther/T’Challa (Chadwick Boseman) in Action auf internationalem Parkett. ©Marvel Studios 2018Irgendwie wären dies alles schon gute Gründe um aufgeregt zu sein. Coogler garniert diese Grundsubstanz mit einem Cast, der aus hervorragenden Darstellern besteht: Von jungen Talenten wie Chadwick Boseman bis Michael B. Jordan und Legenden wie Forest Whitaker und Angela Basset. Natürlich verblasst all dieses vor der essenziellen Frage, wie sich Black Panther im Vergleich zu den bisherigen Marvel Filmen anschickt. Die ganz kurze Antwort: Großartig. Black Panther punktet nicht nur massiv auf eigenem Grund und Boden, der Film zeigt erneut deutlich, dass Disney und Marvel das gemeinsame Erfolgsrezept immer wieder erweitern. Jetzt endlich mit einem politisch aktiven Schurken und einem wirklich emotional verankerten Finale.

Black Panther: Ein “afrofuturistisches” Meisterwerk

Alles beginnt im mysteriösen Königreich Wakanda, einem Stück Afrika, dass traurige Fiktion ist. Ein futuristisches Land, wie es sein könnte, wäre der Kontinent nicht sukzessive um seine Bodenschätze gebracht worden. Hier stammen diese allerdings nicht alle von dieser Welt, was Wakanda entscheidende Vorteile verschafft. Doch das abgeschottete Land rutscht durch die Ereignisse aus Civil War immer näher an das Weltgeschehen – ob gewollt oder nicht. Black Panther T’Challa (Boseman), upgegraded durch seine technisch versierte Schwester (Szenendiebin Letitia Wright) sieht sich unvermittelt nach einem folgenschweren Diebstahl durch den hochintelligenten Black-Ops Soldaten Erik Killmonger (Jordan) mit zwei Getreuen (The Walking Deads Danai Gurira und Lupita Nyong’o) und im Smoking anstatt dem Katerdress dem Waffenschmuggler Ulysses Klaue (der wie immer extrem wandelbare Andy Serkis) gegenüber, der wiederum eigentlich einen Deal mit dem CIA (repräsentiert erneut durch Martin Freeman) abwinkeln wollte.

Marvel Studios’ BLACK PANTHER..L to R: Ulysses Klaue (Andy Serkis) and Everett K. Ross (Martin Freeman)..Photo: Matt Kennedy..©Marvel Studios 2018

Wie schon zu Beginn von Civil War setzt auch Black Panther zunächst einen kleinen Fokus. Lange fühlt sich vieles mehr nach Bond an, denn nach Marvel-Helden. Skyfalls Macau Szene war eindeutig die Inspiration für einen der spektakulärsten Momente des Films. Ein zeitgemäßer One-Shot mit digitaler Überarbeitung ist ebenfalls im Programm. Im Gegensatz zu Atomic Blonde legt Coogler allerdings mehr Wert auf eine comichafte Überzeichnung der Action.

T’Challa/Black Panther (Chadwick Boseman) in bester Bond-Manier. ©Marvel Studios 2018

Starke Schurken als Black Panthers Geheimrezept

Alles in allem mag Black Panther dennoch nicht die beeindruckendste Action im MCU abliefern. Dafür führt der Streifen die bisher besten Schurken ins Feld. Klaue ist ein harter Hund als Handlanger und Killmonger lässt sich einfach lange nicht in die Karten schauen. Wenn er endlich sein Blatt offenlegt, dann hat er sich zu einem der besten Gegenspieler im Superhelden-Genre seit Heath Ledgers Joker emporgearbeitet. Beide verbindet tatsächlich eine ähnliche Geisteshaltung: Sie wollen beide die Welt brennen sehen. Auch wenn Killmongers Gründe deutlich verständlicher sind.

Erik Killmonger (Michael B. Jordan): Verständlich verstimmt. ©Marvel Studios 2018

Bis zum Ende bleibt Black Panther, als Film wie als Held, den eignen Idealen treu. Dabei werden die Wurzeln im Blaxploitation-Kino nicht vergessen. Starke Frauenrollen, im Sinne von Foxy Brown und Cleopatra Jones, kommen nicht zu kurz – obendrein wagt Disney/Marvel hier die vermutlich schwulenfreundlichste Szene bisher. Black Panther ist die wertvollste Bereicherung des Superhelden-Kinos seit Wonder Woman und wächst in mehr als einer Hinsicht über sich hinaus. Absoluter Anschaubefehl!

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© Walt Disney

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