Start Filme 1 Film - 2 Meinungen Den Sternen so nah

Den Sternen so nah

180
0
TEILEN

Eine Sternenromanze, die unter die Haut geht.Peter Chelsom hat viel Potenzial und daraus ist ein Film entstanden der viel Kitsch, Naivität, Klischees, romantische Zufälle, wahre Liebe und echtes Glück beinhaltet. Wenn das mit Humor und Liebe zu Außenseitern und Gescheiterten untergelegt wird, kann Chelsom durchaus bewegen wie in dem Teenager-Drama „ Den Sternen so nah“.

Titel  Den Sternen so nah  (The Space between us)
Jahr  2017
Produktionsland  USA
Regie Peter Chelsom
Darsteller Asa Butterfield, Britt Robertson, Gary Oldman, Carla Gugino
Genre  Romanze, Sci-Fi, Drama
Drehbuch  Allan Loeb
Länge  121 Minuten
FSK  Ab 6 Jahren freigegeben
Verleih  Tobis Film

Den Sternen so nah - DVD - Cover aus 2017
Den Sternen so nah – DVD – Cover von ©Tobis Film

Der Beitrag von Lennart

Um was geht es in diesem Film:

Asa Butterfield und Britt Robertson schweben in Den Sternen so nah aus 2017
Asa Butterfield und Britt Robertson schweben in Den Sternen so nah von ©Tobis Film

Der 16-jährige Gardener (Asa Butterfield aus Ender’s Game, Hugo Cabret, Der Junge im gestreiften Pyjama und Die Insel der besonderen Kinder…) wurde auf dem Mars geboren. Als Sohn einer Astronautin, hat er sein gesamtes Leben auf dem roten Planeten verbracht. Seine Mutter starb bei der Geburt. Keiner weiß dass er lebt außer der NASA. Er wohnt mit anderen Wissenschaftlern und einem Roboter zusammen.
Doch der schlaue Teenie unterhält heimlich einen Chat mit der lebenslustigen Tulsa (Britt Robertson aus A World Beyond, Scream 4…). Sie haben sich verliebt und er möchte nicht nur wegen ihr auf die Erde sondern auch wegen seinem Vater, um Ihn zu suchen.

Da Gardener auf dem Mars in der geringeren Schwerkraft aufgewachsen ist, denken die Ärzte der NASA, dass sein Körper auf der Erde und Erdatmosphäre nicht gewachsen sein könnte, er könnte sterben. Sein Herz ist zu groß und zu schwach und  seine Knochen sind zu zerbrechlich. Das interessiert Gardener nicht. Er will einfach mit Tulsa durchstarten. Die beiden Hauptdarsteller werden sehr gut dargestellt. Gardner und Tulsa begeben sich auf ein tolles Abendteuer: Auto klauen, Flugzeug fliegen und unter den Sternen schlafen. Auch Gary Oldman (Planet der Affen: Revolution, Harry Potter…) als Kopf eines Raumfahrt-Unternehmens, sowie Carla Gugino (Wayward Pines) als besorgte Astronauten Ersatzmutter sind mit am Start. Sie begeben sich auf die lange Reise um Gardner wieder zu finden.

Den Sternen so nah aus 2017 mit Gary Olman
Den Sternen so nah mit Gary Olman von ©Tobis Film

Der Film ist von Peter Chelson und bringt viel Potenzial mit. Sobald Gardener die Erde betritt, hat man das Gefühl, man sieht einen komplett anderen Film.
Die Produktion sieht an manchen Stellen sehr hochwertig und sehr toll aus. Der  Soundtrack von Andrew Lockington auch von San Andreas bekannt, wird manchmal durch Songs abgelöst mit denen die Stimmung einfacher transportiert werden.

Es ist mal etwas anderes, weil die zwei sich ganz anders kennenlernen als sonst. Das kommt nicht schließlich nicht gerade oft vor, dass man sich im Internet, auf dem Mars kennenlernt. Die Romantik toll dargestellt, weil es am Anfang kritisch anfängt und sie später immer mehr zusammen kommen. Alle Schauspieler haben tolle Arbeit geleistet. Die Hauptdarsteller harmonieren sehr toll weil sie beide lustig sind und Action haben wollen. Aber sie halten auch an nicht so schönen Zeiten zusammen. Wie geschrieben ist die Musik wunderschön, denn sie wurde immer perfekt eingefügt. Auch die einzelnen Songs wurden toll ausgewählt.

Leider hat jeder Film auch schwache Momente, welcher für mich das Ende ist. Aber da möchte ich euch natürlich nicht spoilern 😉

 

Der Beitrag von Daisy

Da sind wir ein weiteres Mal und wieder spiele ich den Buhmann beziehungsweise in meinem Fall, die Buhfrau. Ich habe mir ebenfalls diesen Film angeschaut und bin nicht so hin und weg wie mein Kollege. Langsam wird man die Story ran geführt, die tatsächlich ganz von vorne beginnt. Von einem besonderen Projekt, was dahinter steckt und was es für die Zukunft der Menschheit bedeutet. Auf dem Weg zum Mars, der nicht sonderlich kurz war, stellte die Astronautin fest, dass sie schwanger war. Ab diesen Moment beschlich mich die Frage, wie man das nicht feststellen konnte? Gibt es nicht Sicherheitsvorkehrungen oder gesundheitliche Checks, die man noch vor dem Start durchlaufen muss? Zumal sich später herausstellte, dass der Film in einer fiktiven Zukunft spielte und die Technik viel weiter entwickelt war. Okay, am besten sollte ich die Funktionen meines Hirns deaktivieren, damit ich mir nicht den kompletten Film versaue.

Asa Butterfield und Britt Robertson in Den Sternen so nah aus 2017
Asa Butterfield und Britt Robertson in Den Sternen so nah von ©Tobis Film

Nachdem der junge Gardner (Asa Butterfield) auf dem Mars geboren wurde, drehte sich ein großer Teil des Films nur um ihn und wie er aufgewachsen war (ich glaube es waren satte 45 Min). Es war nicht langweilig, aber hätte man auch ordentlich kürzen können. Es schmälert den Wiederholungswert des Streifens, wenn man sich vorstellt, dass man sich erneut durch diese Phase quälen muss.

Dann erfolgte die Einführung Tulsa (Britt Robertson). Ohne Vorwarnung war sie plötzlich da. Wie hatte er sie kennengelernt? Wo war er auf sie gestoßen? Eine ausführlichere Erklärung wäre wünschenswert gewesen und nicht das übliche 08/15-dann-hat-er-sie-halt-per-Zufall-im-Internet-getroffen Karte ausspielen.

Natürlich konnte ich nachvollziehen, dass sein Wunsch endlich die Erde zu sehen ins unermessliche wuchs. Was mir jedoch wieder schleierhaft war: Er hat auf dem Mars Internet, wo man sich allen möglichen Schrott und Rotz reinziehen kann, aber hat keine Ahnung wie ein Pferd aussieht? Weiß nicht, wie sich die Jungend von heute verhält? Weiß nicht… Ach ja, ich sollte doch mein Hirn auslassen.

Britt Robertson in Den Sternen so nah aus 2017
Britt Robertson in Den Sternen so nah von ©Tobis Film

Schön waren die romantischen Momente, die niemals über das Ziel hinaus schossen, weil einerseits der Regisseur darauf achtete und die Schauspieler dies perfekt verkörperten. Leider habe ich hier ein Manko aufzuweisen. Der Cast war im Grunde perfekt besetzt. Carla Gugino als mütterliche Astronautin, Gary Oldman als exzentrischer Geschäftsführer, der großartig als Erklärbär hinhalten musste, um diverse Wissenslücken in Anatomie und Raumfahrt zu füllen, Asa Butterfield als Gardner und die (leider) viel zu alte Britt Robertson. Versteht mich nicht falsch. Ich finde sie hinreißend und sie ist eine gute Schauspielerin, aber viel zu alt um noch als 16 jähriger Teenie durchzugehen.

Der Schluss des Films kam leider viel zu schnell und abgehackt, als wäre den Autoren die Puste ausgegangen. Zudem viel zu kitschig und überzogen, dass hätte man irgendwie anders gestalten sollen. Manchmal ist weniger einfach mehr…

Beim Sichten des Trailers dachte ich an Filme wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder „Margo’s Spuren“, aber leider kann „Den Sternen so nah“ nicht mithalten. Für diejenigen, die sich an einem kalten Abend mit Pizza und Wein (alternativ geht auch Whisky und Bier) es sich vor der Glotze gemütlich machen wollen, ist der Streifen was. Für Wahrscheinlichkeitskrämer, Realisten und Nerds… Finger weg!

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
1
Figuren/Schauspieler
1
Ausstattung/Schauplätze
1
Form
1
Hintergrund
1
Vergleich im Genre
1
Durchschnitt:
  Wird geladen, bitte warten yasr-loader

© Tobis Film

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here