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Elizabeth Harvest

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Elizabeth Harvest ist wendungsreicher und undurchschaubarer, als es zunächst den Anschein hat. Lest in dieser Review, was den Streifen aus der breiten Masse hervorhebt und zu einem Fest für Genrefreunde werden lässt!

TitelElizabeth Harvest
Jahr2018
ProduktionslandUSA
RegieSebastian Gutierrez
DrehbuchSebastian Gutierrez
GenreSci-Fi, Thriller
DarstellerAbbey Lee, Ciarán Hinds, Carla Gugino, Matthew Beard, Dylan Baker
Länge104 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihCapelight Pictures
Das DVD Cover von Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures
Das DVD Cover von Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures

Ich träumte davon, einem brillanten Mann zu begegnen. Ich würde ihm den Atem rauben und im Gegenzug entführt er mich von all dem Hässlichen in eine ferne, verborgene Welt…

Die Geschichte von Elizabeth Harvest 

Die frischverheiratete Elizabeth (Abbey Lee) hat schon immer von einem erfolgreichen und brillanten Mann geträumt. In Henry (Ciarán Hinds) hat sie ihn gefunden. Frisch verheiratet ist das Paar nun auf dem Weg zu Henrys abgeschiedenem Anwesen hoch in den Bergen. All das soll nun ihr gehören. Die Welt scheint ihr zu Füßen zu liegen und schnell findet sie Geschmack an ihrem neuen, pompösen Leben in dem luxuriösen Anwesen. Doch nach und nach beschleicht sie das Gefühl, dass hinter dieser perfekten Fassade etwas nicht zu stimmen scheint. Als sie eines Nachts einen Raum betritt, zu dem ihr der Zugang eindrücklich verboten wurde, stößt Elizabeth auf ein dunkles Geheimnis, das ihre Welt zusammenbrechen lässt.

Krankhafte Obsessionen und tolle Twists

Abbey Lee und Ciarán Hinds in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures
Abbey Lee und Ciarán Hinds in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures

In deiner Gegenwart bin ich wie ein kleiner Junge und dagegen bin ich machtlos…

Henry ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Genforschung. Hinter seiner eloquenten Fassade schlummert jedoch ein Ungeheuer, das wiederholt Grenzen überschreitet und bereit ist, alles für das Erreichen seiner Ziele zu tun. Seine Arbeit und Obsession fußt dabei auf einer unergründlichen und unwirtlichen Liebesgeschichte, die von vornherein zum Scheitern verurteilt ist und lediglich von seinem fragwürdigem Verlangen am Leben erhalten wird. Ciarán Hinds (Red Sparrow, Aufbruch zum Mond) spielt hierbei seine Rolle als intellektuelle Bestie hervorragend und dank einigen langen Close-Ups wirkt er eindringlich, beängstigend und in seinen Motiven undurchschaubar. Die unter seinem Handeln leidtragende Elizabeth ist anfangs noch ganz die naive, junge Frau, wird aber im Laufe des Filmes zu einer wehrhaften und ebenso schlauen Gegenspielerin. Abbey Lee, die schon in The Neon Demon eine tolle Performance hingelegt hat, zeigt auch hier, dass sie mehr drauf hat, als nur zu modeln.




Wer übrigens glaubt, erahnt zu haben, in welche Richtung sich das perfide Geschehen entwickeln wird, der wird ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Elizabeth Harvest ist nach den vorhersehbaren ersten 15 Minuten ein twistgetriebener Thriller, der sich hinten heraus trotz der Menge an Wendungen kaum abnutzt. Lediglich einige der zeit- und nervenraubenden Wiederholungen sorgen im weiteren Verlauf für Spannungsdämpfer, die in dem Umfang jedoch verzeihbar sind. Der Film ist dabei äußerst vielschichtig und es ist zu keinem Zeitpunkt zu erkennen, worauf das Ganze hinauslaufen wird.

Stimmungsvolle Szenerie

Abbey Lee beim Erkunden des riesigen Anwesens in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures
Abbey Lee beim Erkunden des riesigen Anwesens in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures

Das durch stimmungserzeugende Beleuchtung in satte Farben getauchte Szenenbild in dem großen Anwesen ist zu jeder Zeit ein wahrer Augenschmaus. Man wird förmlich erschlagen von all den Kunstwerken an den Wänden, dem ganzen Schmuck oder den Kleidern, die der unbedarften Elizabeth zur Verfügung stehen. Alles ist derart pompös und dekadent eingerichtet, dass man als nicht umher kommt, diese übertrieben perfekte Umgebung zu hinterfragen. Des Weiteren gestaltet sich vor allem die Kameraarbeit in vielen Szenen als äußerst einfallsreich. Durch diverse Splitscreen Einstellungen und Parallelmontagen ergibt sich ein optisch außergewöhnliches Seherlebnis. Der begleitende Score mit den leise wispernden Stimmen trägt gekonnt zu dieser Wirkung bei.

Mein Fazit zu Elizabeth Harvest 

Elizabeth Harvest ist wirklich schwierig einzuordnen und erinnert an einen Hybriden aus The Neon Demon und Ex Machina, veredelt mit jeder Menge eigener Finessen. Der unaufgeregte und beinahe surreale Grundtonus des Films steht dabei in einem ständigen Kontrast zu dem moralisch verwerflichen und erschütternden Geschehen. Regisseur Sebastian Gutierrez (Gothika) ist ein packender, vielschichtiger und twistreicher Thriller gelungen, der Genrefreunden durch clevere Kameraspielereien, stimmungsvolle Beleuchtung und fabelhaftes Schauspiel wahren Genuss bereitet.

Henry erliegt seinem Verlangen nach Elizabeth in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures
Henry erliegt seinem Verlangen nach Elizabeth in Elizabeth Harvest. © Capelight Pictures

Elizabeth Harvest ist ab 25.01. als 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook, auf Blu-ray, DVD sowie digital erhältlich.

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

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Figuren/Schauspieler
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© Capelight Pictures

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Ein Tag ohne einen Film ist wie ein Sommer ohne Sonne. :) Filme sind für mich mehr als nur einfacher Eskapismus oder psychedelischer Zeitvertreib; Was jetzt nicht bedeuten soll, dass ich mich mit der Möglichkeit via Filmen andere Leben zu (er)leben nicht auch gerne mitunter vordergründig hingebe. Ich bin offen für jedes einzelne Genre und lasse mich eigentlich gerne positiv überraschen, greife aber eher zum hundertelfzigsten mal zu einem bekannten Film, statt mich sofort ins "Neuland" zu stürzen. Mit MovicFreakz habe ich eine tolle Plattform gefunden, meine Gedanken ansprechend niederzuschreiben und ich freue mich stets über regen Austausch unter Gleichgesinnten, aber ebenso unter Ungleichgesinnten. Und jedem, der so weit gelesen hat, wünsche ich noch einen tollen Tag. (^-^)/

2 KOMMENTARE

    • Ex Machina ist wirklich genial. Den müsste ich eigentlich auch unbedingt noch einmal sichten. Elizabeth Harvest ist zwar weit davon entfernt, an diesen heran zu kommen, aber eine Sichtung ist der Streifen allemal wert. 🙂
      Oh und vielen Dank, lieber Patrick! ^-^

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