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Far Cry

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Eine saubere Auflösung und detaillierte Kulissen gehören heute fast schon zum Gamer-Alltag. Blickt man 15 Jahre zurück, bekommen wir es mit unzeitgemäßen, verwaschenen Texturen zu tun. 2004 erschien mit Far Cry eine zu Unrecht vergessene Augenweide, die technisch neue Maßstäbe setzte.

SpielFar Cry
Jahr2004
PlattformPS3, Xbox 360, Microsoft Windows
AlterseinstufungUSK ab 18 freigegeben

 

Die Story von Far Cry:

Als erstes muss man hier das sensationelle Menü von Far Cry erwähnen. Ein Hintergrundvideo, das den kompletten ersten Spielabschnitt zeigt, ohne ihn vorwegzunehmen. Es beginnt mit einer ruhigen Kamerafahrt durch überwucherte Pflanzen, dazu eine sanfte Musik. Die Perspektive wandert zu einem gigantischen Berg, eine Dschungel-Region wird sichtbar, die Musik bäumt sich auf und wir können nun die Umgebung von Far Cry genießen. Prächtige Inseln, die wir erkunden wollen und ein hohes Verlangen nach Spielereignissen erhöhen die Erwartungshaltung.

Doch nicht nur das epische Intro macht Lust auf mehr. Die Geschichte um eure Spielfigur Jack Carver erzählt einen abwechslungsreichen Inseltrip, bei dem schießwütige Söldner euch im Weg stehen. Die Story wird zwar geradlinig erzählt, bietet jedoch einen dynamischen Flow. Im 2. Spielabschnitt kommen mit Terrigene (ein geheimes Genexperiment, das Lebewesen mutieren lässt) neue Gegner zum Vorschein. Durch die engeren Umgebungen wie Labore oder Bunkeranlagen entsteht mit diesen Widersachern eine bedrohliche Atmosphäre. Der verrückte Wissenschaftler, der von diesen agilen Kreaturen begeistert ist, verkommt jedoch zur Klischeefigur eines typischen Bösewichts.

Spieldesign:

Mit seinen unterschiedlichen Vehikeln und den dazugehörigen Momenten bietet Far Cry trotz eines linearen Aufbaus stets genug optionale Handlungsmöglichkeiten. Ob Bootstouren zu Wasser, Jeep-Fahrten zu Land oder ein Flug mit den Paragleiter. Far Cry weiß seine Kulissen richtig einzusetzen und mit passenden Spielelementen zu füttern. Die Aufgabenstruktur ist dabei einfach gestrickt. Sammle ein Objekt und gehe damit zum nächsten Objekt oder erreiche den Levelausgang. Die Kampfsituationen bieten dafür umso mehr Vielfalt. Dabei muss der Spieler die Ferne gut nutzen, da viele Abzweigungen jeweils unterschiedlich zum Erfolg führen. Feuergefechte am Strand lassen sich beispielsweise gut mit einem gekaperten Kanonenboot ausweichen, der Kampf wechselt jetzt in eine kleine Seeschlacht, bis ihr einen gestrandeten Öltanker entdeckt und diesen infiltriert.

Im Schiffswrack angekommen kämpft ihr euch von Kabine zu Kabine nach oben zum Deck. Dort erwartet den Spieler feindliches MG-Feuer und ein schwer bewaffneter Helikopter. Schnell die Leinen vom Rettungsboot durchtrennt, reinspringen und weiter gehts. Vom Meer aus erreicht ihr die nächste Insel. Eine geeignete Stelle zum Anlegen finden, dann vor einer Söldnerarmee in einem überwucherten Dschungel entkommen. Abschließend ein Bergpfad, wo sich Scharfschützen verschanzt haben, hinauf laufen und in eine Festung hinein. Die Innenpassagen in Far Cry können durch den schlauchigen Levelverlauf nicht mit der Vielfalt der weitläufigen Außenareale mithalten. Zumindest werden dem Spieler hier einige interessante Aufgaben wie Schlüsselkarten einsetzen angeboten. Das Waffenarsenal wird in beiden Abschnitten solide integriert, bringt allerdings auch nichts besonderes hervor.




Gameplay – Wie spielt sich Far Cry?:

Far Cry hat für ein Ego-Shooter spielerisch viel zu bieten. Das Aiming funktioniert bei allen Schusswaffen sowie diversen Fahrzeugen wunderbar. Der Paragleiter steuert sich dank einer ordentlichen Physik am besten. Alle anderen Vehikel fahren sich flüssig, allerdings auch etwas steif. Der Fahrrealismus ist erkennbar veraltet. Die größte Alterserscheinung lässt sich jedoch bei der KI betrachten. Zwar sind die Gegner aufmerksam und treffen auch sehr genau. Leider jedoch auch zu genau. Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad hat man das Gefühl gegen hochintelligente Roboter zu spielen. Sämtliche Reaktionen wirken etwas unnatürlich.

Dass man im Spiel schleichen kann und mit einem Stein Söldner ablenkt, gerät durch einen übertriebenen Beobachtungsradius schnell in Vergessenheit. In Kampfsituationen spüren die Gegner kaum Schmerz. Ein Schuss ins Bein und eure Widersacher rennen und schießen unbeschwert weiter. In späteren Spielabschnitten kommen dann mutierte Gegner hinzu, die dazu noch mehrere Kopfschüsse oder Granatfeuer unbeschwert wegstecken. Dadurch liefert Far Cry ärgerlicherweise so einige Trial-and-Error-Passagen.

Grafik:

14 Jahre hat dieses Spiel jetzt auf dem Buckel und grafisch lässt es sich immer noch genießen. Die Entwickler von Crytek haben mit ihrem Debüttitel eine berauschende Prachtkulisse geschaffen. Eine beeindruckende Wasser- und Strandkulisse wird mit unglaublichen Grasdetails gepaart. Dazu kommen ständig neue Ruinen, Anlagen und Wälder hinzu, die Far Cry zu einem optisch abwechslungsreichen Leckerbissen machen. Die Texturen und Animationen sind zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, aber immer noch anschaulich. Auch die Licht-, Schatten- und Explosionseffekte haben technisch noch einiges auf den Kasten. Diese grafische Zeitlosigkeit verdient das höchste Lob.

Fazit – Wie gefällt uns Far Cry?:

Das erste Far Cry kann leistungstechnisch nach wie vor beeindrucken. Spielerisch weiß dieser Ableger mit seiner offenen, aber stets klar inszenierten Handlungsweise zu überzeugen. Einige Innenlevels fühlen sich zwar zu eingeengt an und auch das Shooting-Gameplay wirkt manchmal etwas frustrierend. Trotzdem ist der Firma Crytek ein beinahe Top-Spiel gelungen.

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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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Hallo, ich bin der Dennis und ich mag Kritiken. Eine Kritik sollte meiner Meinung nach in erste Linie ehrlich sein, um sich von der Allgemeinheit abzuheben, damit nicht nur der einfache Massengeschmack zufrieden gestellt wird. Durch den technischen Fortschritt sammelt sich heutzutage eine Masse an Filmen an und der große Anklang richtet sich hauptsichtlich auf Filme mit der teuersten Werbekampagne. Als Hobbykritiker ist es mir darum umso wichtiger den blinden Werbewahn zu unterbinden und mit mein filmischen Verständnis dem Leser oder Zuschauer einen klaren Gesamtblick zu verschaffen. Und falls meine Meinung unverständlich sein sollte, gibt es ja noch andere Kritiker da draußen, die ebenso den besten Filmgenuss für die Zuschauerschaft anstreben. Neben meiner Filmleidenschaft habe ich auch ein Faible für Gamekultur und es wäre mein größtes Interesse dieses junge Medium gesellschaftlich zu fördern.

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