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Headshot (2016)

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Iko Uwais in HEADSHOT, dem neuen Actionfilm der Mo-Brothers (Kimo Stamboel & Timo Tjahanto) – das schreit doch geradezu nach knallharter Erwachsenenunterhaltung.

TitelHeadshot
Jahr2016
ProduktionslandIndonesien
RegieKimo Stamboel, Timo Tjahanto
DrehbuchTimo Tjahanto
GenreAction
DarstellerIko Uwais, Chelsea Islan, Sunny Pang, Very Tri Yulisman, Yulie Estelle
Länge118 Minuten (uncut)
FSKSPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung (uncut)
VerleihKoch Media
Die ungeschnittene Fassung wurde von der FSK abgelehnt und erhielt den Segen der juristischen Kommission | HEADSHOT © 2018 Koch Films
Die ungeschnittene Fassung wurde von der FSK abgelehnt und erhielt den Segen der juristischen Kommission | HEADSHOT © 2018 Koch Films

Unumgänglicher Vergleich: HEADSHOT vs THE RAID

Die in HEADSHOT gesteckten Erwartungen sind, man kann es schwerlich anders ausdrücken, zugleich Fluch und Segen. Ihm wurde in seiner Vermarktung so gut wie keine Eigenständigkeit zugestanden, ständig schwebt das RAID-Franchise wie ein Damoklesschwert über ihm.

  • Darsteller aus THE RAID?                        Check ✔
  • Gleiches Produktionsland?                         Check ✔
  • Rohe Körperlichkeit?                                 Check ✔
  • Ähnlich gelagerte Trailer?                          Check ✔
  • Ständige Vergleiche mit THE RAID?          Check ✔

Aus wirtschaftlicher Sicht sind dies mit Sicherheit lohnende Gründe, schließlich gelten die beiden RAID-Streifen als erfolgreich und weithin schon als moderne Klassiker und man kann wohl nahezu blind darauf vertrauen, dass alle Beteiligten wissen, was sie da tun. Dennoch: es schadet dem Film dann doch mehr als es nützt. HEADSHOT ist kein schlechter Film, kann aber mit den erzwungenen Assoziationen rund um die beiden RAID-Filme, insbesondere dem perfekten THE RAID 2, dann doch nicht ganz Schritt halten.

Der brachiale und minutenlange Kampf in einer Polizeistation zählt mit Sicherheit zu den Highlights | HEADSHOT © 2018 Koch Films
Der brachiale und minutenlange Kampf in einer Polizeistation zählt mit Sicherheit zu den Highlights | HEADSHOT © 2018 Koch Films

Elegant und erbarmungslos: die Kämpfe in HEADSHOT

Auch HEADSHOT glänzt mit atemberaubenden Choreografien, einer brutalen und unerbittlichen Körperlichkeit in den Nahkämpfen und virtuoser Kameraarbeit. Bei all dem visuellen Bombast, kann er allerdings keine rechte Spannung erzeugen, geschweige diese aufrechterhalten. Immerhin fallen die Schauplätze abwechslungsreich aus, so dass die Hatz um den finalen Racheakt nicht langweilt. Die an sich schnörkellöse Inszenierung stellt sich mit ihrer zu gewollt erscheinenden und unnötig aufgeblasenen Crime-Handlung allerdings selbst ein Bein.




Die Krux an dieser Stelle sind die geschürten Erwartungen: THE RAID pfiff auf die ausgefeilte Handlung und stellte den Zuschauer vor (fast) vollendete Tatsachen – ein kurzes und knackiges Vergnügen, das auf Dauer doch etwas eintönig wurde. THE RAID 2 schaffte dann das Kunststück, die ausufernden Kampfchoreografien mit einer komplexen Handlung und verdoppelter Laufzeit auf ein ganz anderes Level zu heben – ein fast schon klassischer Mafiathriller mit radikaler Ruppigkeit.

Altbekanntes, ansprechend serviert

Wo THE RAID 2 es also schaffte, Geschichte, Figuren und Kampf in Perfektion zu vereinen, kann HEADSHOT diesen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Trotzdem kann man für HEADSHOT bedenkenlos eine Empfehlung aussprechen – man sollte, zumindest wenn man THE RAID 2 aus obigen Gründen für ein Meisterwerk hält, seine Erwartungen reduzieren. Denn dann bietet HEADSHOT tatsächlich einen hohen Unterhaltungsfaktor. Jeder Kampf ist auf seine Art speziell und individuell, die Choreografien erinnern wie so oft an eine Art Tanz, dessen Ausgang für einen der Tänzer den Tod bedeutet. Und es wird gestorben. Dreckig. Brutal. Mit Schusswaffen. Ohne Schusswaffen. Schlagstöcke. Messer.

Selten bleiben Knochen in ihrer anatomisch korrekten Position und Leiber werden förmlich von Kugeln zersiebt. Einige Szenen oder Kamerafahrten erinnern frappierend an Material aus THE RAID 2, gefallen mir in ihrer übertriebenen und fast schon theaterähnlichen Inszenierung dennoch ausgesprochen gut (man vergleiche beispielsweise die Ausbruchsszene zu Beginn von HEADSHOT mit der leider gestrichenen Gang-Shooting-Szene aus THE RAID 2) und könnten so gerne öfter Verwendung finden.

The Mo-Brothers haben es, wie schon bei MACABRE, geschafft, bekannte Zutaten zu einem unterhaltsamen Konglomerat zu mischen, dem die geschürte Erwartungshaltung leider etwas das Wasser abgräbt und derer ich mich auch nicht verwehren konnte. Angesichts der Genrefilme aus dem Westen in Punkto Inszenierung und wenig zimperlicher Action (am ehesten vergleichbar: UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING) immer noch eine absolute Empfehlung.

Selten: Schusswaffengebrauch - meist dient der eigene Körper als tödliche Waffe | HEADSHOT © 2018 Koch Films
Selten: Schusswaffengebrauch – meist dient der eigene Körper als tödliche Waffe | HEADSHOT © 2018 Koch Films
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Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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