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Lieblingsstücke by Maria & Benjamin

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© Hanna Uhlmann Photography
Wer es gern etwas melancholischer mag, sollte sich diesen Artikel durchlesen. Das Duo Lieblingsstücke by Maria & Benjamin stehen für die ruhigen und leisen Klänge, was ihre Songs keinesfalls schlechter macht – eher im Gegenteil.

© Hanna Uhlmann Photography

Wohl jeder von uns erinnert sich ungern daran zurück: Musikunterricht, ein Klasse voller Pubertierender und Gesangs-Leistungskontrolle. „So, wer möchte denn als erstes?“ Manche guckten schüchtern Richtung Boden, andere versteckten sich hinter dem Vordermann oder meldeten sich gleich krank. Nur hatten wir das Glück, dass man sicher sein konnte, nicht der Erste sein zu müssen. Direkt nachdem der Lehrer die gefürchtete Frage gestellt hatte, war ein Arm selbstsicher in die Luft gestreckt. Nicht nur das, Maria sollte meist sogar gleich 2-3 Lieder vortragen. Die Lehrerin genoss es sichtlich und gab Maria stets mit auf den Weg ihr Talent unbedingt zu fördern.

Nun gute 15 Jahre später hat Maria mit ihrem musikalischem Partner Benjamin einen, wenn momentan auch noch recht jungen, eigenen YouTube-Kanal. Außerdem wird sie regelmäßig auf Hochzeiten und ähnlichen Veranstaltungen gebucht. Movic Freakz hat die beiden zum Interview gebeten:

© Hanna Uhlmann Photography

Hallo Maria und Benjamin, bitte stellt Euch doch mal kurz vor!
– „Also wir sind „Lieblingsstücke by Maria und Benjamin“ und sind ein Gesangsduo, wobei ich (Maria) singe und Benni Gitarre spielt bzw. manchmal auch im Hintergrund mitträllert“

Seit wann agiert Ihr gemeinsam als Band?

– „Das erste Mal haben wir vor 4 Jahren gemeinsam auf einer Hochzeit gespielt. Ich wurde auf einem Geburtstag gefragt, ob ich bei einer Hochzeit singen könnte. Da der Gesang allein immer etwas blöd klingt, habe ich Benni kontaktiert, den ich bereits seit 2010 aus dem Theater kannte. Benni und ich haben neben dem Studium im Opernhaus gearbeitet und haben 2013 u.a. ein eigenes Stück gemeinsam mit einer Freundin produziert “Es lebe der Sport”. Ein Liederabend, der erfolgreich auf der Podiumbühne des Theaterjugendclubs im Opernhaus lief. Benni hatte die musikalische Leitung. Ich habe die Jugendlichen im Gesang und Schauspiel unterrichtet und unsere Freundin hat die Dramaturgie gemacht. Das Ganze hat sich verselbstständigt. Einmal öfter wurde dann ein video auf unseren privaten Seiten gepostet und das ganze hat sich verselbstständigt bis wir vor einem Jahr den Schritt gewagt haben und unsere offizielle facebookseite/Youttube channel eröffnet haben“

Was genau ist ein Liederabend?

– „Ein Theaterstück bei dem jegliche gesprochene Kommunikation mittels bekannter Lieder (bspw.: ‚Barby Girl‘; ‚Forget about me‘) abläuft. Eine spannende Sache und für viele unvorstellbar. Aber mit nur 10 Liedern haben wir eine Geschichte von 1,5 Std. erzählt.“ Mit welcher Musikrichtung würdet Ihr euren Stil beschreiben? – „Prinzipiell spielen wir alles, was sich gewünscht wird. Dann aber eben auf unsere Art und Weise. Ich würde sagen, dass unsere Musik in die Singer-Songwriter-Richtung geht. Akustikgitarre und Stimme, ohne viel Spielerei, einfach nur der pure Klang“


Schreibt Ihr auch selbst?

– „Selbst schreiben würden wir gern, aber leider fehlt uns dafür die Muse und Zeit “ Unterscheiden sich Eure Geschmäcker bei manchen Dingen, sodass Ihr euch bei der Songauswahl auch mal nicht einig werdet? – „Die Songauswahl treffen ja meist unsere “Aufraggeber”, die Bräute. Da haben wir dann keine Wahl . Bisher gab es tatsächlich auch noch keinen Musikwunsch, den wir ausschlagen mussten. Aber wenn wir in den Herbst- und Wintermonaten Zeit haben, dann machen wir unser Ding. Immer wenn ich ein tolles Lied höre, schicke ich es Benni und mit ein bisschen Glück gefällt es ihm auch und wir basteln daran herum. Ich habe eine kleine Wunschliste im Handy, die ich nach und nach abarbeite. Manchmal kommen Lieder dazu. Manche Lieder werden aber auch schon vorab durch mich wieder gelöscht, weil ich sie dann doch nicht mehr so toll finde. Über unsere “Lieblingsstücke” gab es bisher noch nie Reibereien. Entweder, weil Benni die Lieder tatsächlich immer gefallen oder weil er einfach der entspannteste Typ der Welt ist und einfach alles über sich ergehen lässt.“

Gibt es Interpreten, an denen Ihr euch orientiert?
– „An bestimmten Interpreten orientieren wir uns nicht, aber es gibt einige tolle leider viel zu unbekannte Interpreten in Deutschland, von denen wir gerne und viel covern. Da wäre zum Beispiel Alin Coen. Von ihr stammt “Ich war hier”, welches wir Anfang des Jahres gepostet haben. Aktuell haben wir ein witziges Lied von Anna Depenbusch aufgenommen, welches vor kurzem erst veröffentlicht wurde. Und auf meiner Wunschliste stehen auch schon tolle Nummern von Elif.“

© Hanna Uhlmann Photography

Wie oft tretet Ihr auf?
– „Zurzeit haben wir jedes Wochenende eine Hochzeit gehabt. Seit Mai sind wir jeden Freitag oder Samstag on Tour und versuchen den Trauungen ein klein bisschen Zauber zu verleihen. Im Herbst stehen aber noch tolle Projekte an. Zum Beispiel sind wir mit dabei wenn auf “Webers Hof” in Farsleben ein toller Musikabend mit noch anderen Musikern aus der Region, wie z. B. “In My Days” oder “Zeitlos”, stattfindet. Dort wird auch Basti mit am Start sein,der oft mit mir bzw. uns unterwegs ist.“

Zu welchen Anlässen tretet Ihr auf?
– „Wir sind eher immer für die kleinen Veranstaltungen, da unsere Musik auch nicht die ist, die zum Party machen animiert, sondern eher zum Zuhören, Träumen und ‚Welt vergessen‘.“

 

Wie bereitet Ihr euch auf einen Auftritt vor?

– „Wir bekommen die Lieder von den Brautpaaren und jeder bereitet sich individuell vor. Dabei stöbern wir auch gern mal bei YouTube und gucken, wie andere die Lieder interpretiert haben. Dann treffen wir uns das erste Mal und tauschen Ideen aus, klimpern, trällern und “skizzieren” die Lieder. Dann weiß jeder von uns, wie der Fahrplan ist um dann zuhause fleißig zu üben. Danach gibt es noch eine zweite Probe und manchmal auch eine dritte – im Studio zum Aufnehmen. Nicht zu vergessen: Die letzte Probe am Tag des Auftrittes. Meist im Auto am Veranstaltungsort oder wenn die Möglichkeit besteht, direkt dort wo wir spielen“


Habt Ihr als Band schon lustige Geschichten erlebt, die Ihr mit uns teilen wollt?

– „Da gibt es gar nicht so viele. Aber in letzter Zeit haben uns die Redner und Standesbeamten auffällig oft vergessen. Wir sprechen meist vorab telefonisch einiges ab und vor Ort dann noch einmal um auf Nummer sicher zu gehen. Und obwohl wir meist direkt neben den Rednern stehen, vergessen sie uns. Da wird dann das geplante Lied mal spontan nach hinten verschoben oder einfach kein Zeichen gegeben, dass es losgehen kann! Bisher ist aber immer alles glatt gelaufen, sodass der Fehler rechtzeitig bemerkt wurde und die gewünschten Lieder eben zu einem späteren Zeitpunkt gespielt wurden. (Spannende Sache, wenn eine Trauung auch mal nur 15 MInuten geht )“

 

An dieser Stelle möchten wir uns für das nette Interview und die interessanten Eindrücke bedanken. Und ich kann euch nur ans Herz legen, euch die beiden mal Live anzuhören. Falls ihr ein entsprechendes Event vor der Tür habt, kontaktiert sie doch mal und überzeugt euch selbst. Leider finden solch junge Künstler viel zu wenig Beachtung meiner Meinung nach. Zum Abschluss gibt es noch ihren neuesten Song “Benjamin”. Viel Spaß beim Hören!

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