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No Way Out – Gegen Die Flammen basiert auf der wahren Geschichte der “Granite Mountain Hotshots”, deren selbstloser und heldenhafter Einsatz zum Schutz der Allgemeinheit in die Geschichte einging.

Titel No Way Out – Gegen die Flammen
Jahr 2018
Produktionsland USA
Regie Joseph Kosinski
Drehbuch Ken Nolan, Eric Warren Singer
Genre Biografie, Drama
Darsteller Josh Brolin, Miles Teller, Jeff Bridges, Jennifer Conelly, Taylor Kitsch, Andie MacDowell, James Badge Dale, Geoff Stults
Länge 134 Minuten
FSK ab 12 Jahren freigegeben
Verleih StudioCanal
Filmplakat von "No way out - Gegen die Flammen" ©StudioCanal
Filmplakat von “No way out – Gegen die Flammen” ©StudioCanal

Story von No Way Out – Gegen die Flammen

Eric Marsh ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele und bildet sein 19-köpfiges Team gerade zur renommierten Hotshot-Crew aus. Diese Elite-Einheit macht sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig und kämpft an vorderster Front gegen das Feuer. Als sich der mit Drogenproblemen kämpfende Brandon “Donut” McDonough bei Marshs Einheit bewirbt, gibt dieser ihm eine Chance. Das Team ist zuerst sehr skeptisch, doch schon bald wird er ein unverzichtbares Mitglied der eingeschworenen Truppe.

Mit der Unterstützung des Chefs der örtlichen Feuerwache, Duane Steinbrink, und hartem Training schafft es das Team um den erfahrenen Marsh zur offiziellen Hotshot-Crew zu avancieren und bekämpft fortan Waldbrände in der ganzen Region – bis es zu jenen tragischen Ereignissen kommt, die alles für immer verändern…

Eric Marsh (Josh Brolin) gibt Brendan "Donut" McDonough (Miles Teller) eine Chance ©StudioCanal
Eric Marsh (Josh Brolin) gibt Brendan “Donut” McDonough (Miles Teller) eine Chance ©StudioCanal

Cast

Josh Brolin verkörpert Superintendent Eric Marsh, Chef und Gründer der 20-köpfigen Hotshot-Crew. Er ist sehr streng, aber fair und das muss er auch angesichts der ständigen Gefahr des Feuertodes. Brendan wird vor allem deshalb aufgenommen, weil er ihn stark an sich selbst erinnert und ihm vor Augen führt, dass auch er nicht unfehlbar ist.
Brolin ist außerdem in den Filmen Milk, American Gangster und Sicario zu sehen. Er wurde unter anderem einmal für den Oscar nominiert und konnte beispielsweise den Hollywood Film Award gewinnen.

Der unbedarfte Brendan McDonough, der sich mit Drogenproblemen herumschlägt, wird gespielt von Miles Teller. Brendan sieht sich am Scheideweg seines Lebens und beschließt etwas Sinnvolles damit anzufangen und sich den Hotshots anzuschließen. Welche Herkulesaufgabe das für ihn werden würde, hatte er selbstverständlich gehörig unterschätzt.
Teller kann man darüber hinaus in Werken wie Project X, der Die Bestimmung Trilogie und War Dogs performen sehen. Er wurde unter anderem für den BAFTA Award nominiert.

Oscar und Golden Globe Gewinner Jeff Bridges, verleiht Duane Steinbrink ein Gesicht. Dieser ist der Chef der Feuerwache und der Mentor von Eric Marsh. Er ist im System der Bürokratie gefangen, versucht jedoch den Hotshots ihren Traum zu erfüllen.
Weitere Streifen mit Bridges sind King Kong (1976), The Big Lebowski oder Männer, die auf Ziegen starren. Dazu ist er Musiker und Musikproduzent.

Das Team um Eric Marsh (Josh Brolin, rechts) muss hart trainieren ©StudioCanal
Das Team um Eric Marsh (Josh Brolin, rechts) muss hart trainieren ©StudioCanal

Schauplätze

Gefilmt wurde in den selben Gebirgszügen, in denen die Granite Mountain Hotshots gegen Waldbrände vorgingen. Den Auftakt machte das indianische Pueblo of Nambé im Gebirge Sangre de Cristo, nördlich von Santa Fe, das den Prescott National Forest “doubelte”.

Nach einer Woche ging es für zwei Wochen weiter auf den Pajarito Mountain, zu Drehorten in bis zu 3700 Metern Höhe und auf Felswände hinauf, die rund 430 Meter senkrecht in die Tiefe abfielen.

Nächste Station war die rustikale Chavez Ranch in den Ortiz Mountains.

Für die Szenen aus dem Privatleben der Hotshots wurden verschiedene Locations genutzt. Das Dorf Pecos ersetzte ihre Heimat Yarnell. Auch in Eldorado und Galisteo wurde gedreht. Bis auf einige Schlüsselszenen, die tatsächlich in Prescott gefilmt werden konnten, hielten Los Alamos und White Rock für weitere Außenaufnahmen der Kleinstadt her.

Eric Marsh (Josh Brolin) muss stets den Überblick behalten ©StudioCanal
Eric Marsh (Josh Brolin) muss stets den Überblick behalten ©StudioCanal

Form

Durch die gut gewählten Drehorte bekommen wir eine Fülle an atemberaubend schönen Naturaufnahmen zu sehen. Auch die Brände sehen absolut faszinierend aus.

Die Erzählstruktur schwingt zwischen aktuellem Geschehen und Hintergrund der Personen.

In den Action-Sequenzen wird oft mitten in den Bränden gefilmt und das sieht sehr, sehr realistisch aus.

Die Feuersbrunst nimmt ein bedrohliches Ausmaß an ©StudioCanal
Die Feuersbrunst nimmt ein bedrohliches Ausmaß an ©StudioCanal

Hintergrund

No Way Out – Gegen Die Flammen beruht auf Sean Flynns Artikel “No Exit”, erschienen in der GQ.

“Hotshot” werden Spezialeinheiten genannt, die an vorderster Front Brände bekämpfen – quasi die Navy SEALs der Feuerwehr. Sie gehen jedoch nicht mit Wasser gegen die Flammen vor, sondern mit Flammenwerfern. So bekämpfen sie Feuer also buchstäblich mit Feuer. Dazu schaufeln sie Gräben, fällen Bäume und entzünden kontrolliert Feuer, um den Brand einzudämmen.

Die Granite Mountain Hotshots avancierten zur ersten kommunalen Hotshot-Crew der USA, die dann landesweit Waldbrände bekämpfte.

Die Crew kommt dem Feuer oft gefährlich nah ©StudioCanal
Die Crew kommt dem Feuer oft gefährlich nah ©StudioCanal

Genre & Fazit

No Way Out – Gegen die Flammen sah ich mir ohne Absicht an. Ich wusste nichts über diesen Streifen und hatte bis dato nur den Trailer gesehen. Als er dann anlief, nahm ich mir vor ihn vorbehaltlos anzuschauen, wie ich es mit allen Filmen versuche zu handhaben.

Schon nach wenigen Minuten hatte er mich gepackt. Die Story verspricht sofort spannend zu werden, die Charaktere sprachen mich persönlich sehr an und ich fieberte mit der gesamten Crew mit.

Die Schauplätze sehen atemberaubend schön aus. Ob mit oder ohne Feuer. Jeder der ansatzweise etwas mit Natur anfangen kann, wird die Aussichten und Kamerafahrten sehr mögen.

Dadurch, dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, bekommt er zusätzliche Brisanz. Dass dem so ist, wurde mir erst während der Laufzeit bewusst. Ich wollte alles über dieses Team erfahren und wurde so noch enger an die Handlung gebunden.

Mir gefiel vor allem die hervorragende Charakterzeichnung, die Naturaufnahmen und das Fingerspitzengefühl von Joseph Kosinski, zwischen überbordendem Pathos und wahrer Ehrfurcht vor der Leistung der Hotshots genau die richtigen Töne zu finden.

Von mir gibt es daher eine klare Empfehlung No Way Out – Gegen die Flammen anzuschauen. Für mich wirklich eine positive Überraschung.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Tja, komme leider zu spät für diese Kritik. Stimme mit deinen Aussagen aber so ziemlich überein. Hier ist nochmal meine zum nachlesen:

    Inhalt

    In vielen Kritiken war zu lesen, dass No Way Out-Gegen die Flammen kein Actionfilm sei. Nach meiner Auffassung versteht dieses Drama Action und Männlichkeit besser in Szene zu setzen, als irgendein solider Arnold- Stallone-Streifen. Natürlich gibt es hier keine übertriebenen Explosionen, doch No Way Out zeigt Feuerwalzen, herabstürzende Bäume und heroische Typen, die dagegen ankämpfen. Der Kampf zwischen Mensch gegen die Natur. Doch präsentiert der Film dabei nicht nur eine einfache Zerstörungsorgie. Viele Szenen beinhalten poetisch, schöne Landschaften. Dadurch wirkt die Anfälligkeit dieser Flora umso bedrückender, da Hotshots Bäume niederreißen um Wälder zu schützen. No Way Out bietet damit authentische Helden, gleichzeitig einen glaubwürdigen Einblick was Waldbrandbekämpfung angeht. Keine falschen Polizisten, die nur Verbrecher jagen oder auf Terroristen schießende Geheimagenten.

    Figuren

    Da No Way Out-Gegen die Flammen auf einer wahren Begebenheit basiert, ist es erstaunlich wie überzeugend komplex und ebenso real die Protagonisten wirken. Eric Marsh (Josh Brolin) verkörpert pragmatische Verantwortung, zeigt aber auch emotionale Gefühlsausbrüche. Die Figur Brendan McDonough (Miles Teller) erlebt eine klassische Aufstiegsstory und Amanda (Jennifer Connelly) ist die einfühlsame Person, die zwischen den beiden interveniert. Es wird sicherlich einige Details geben, die den Charakteren dazu addiert wurden. Doch sie werden Respektvoll dargestellt und in ihrer Handlungsweise niemals überzeichnet. Zwar geraten viele der Hotshot- Crewmitglieder im Hintergrund, da mehr Raum für die Hauptfiguren gelassen wird, jedoch ist das Schauspiel von den Nebendarstellern ebenfalls gelungen. Nur Jennifer Connely kann gegen Ende mit ihren pathetischen Gefühlsausbrüchen nicht mehr so ganz überzeugen, wie zu Beginn des Films.

    Form

    Männliche Dominanz wurde in letzter Zeit im Kino vernachlässigt. No Way Out-Gegen die Flammen lässt wieder maskuline Gefühle zu. Es gibt schnelle Schnitte wenn Brandschneisen gelegt werden, die Kamera zeigt einen Wasser auffüllenden Helikopter möglichst cool in Zeitlupe. Pausenlos jagen die Hotshots von einem hitzigen Inferno zum nächsten. Selbst bei einer entspannten Feier muss ein Bier mit einer Kettensäge geöffnet werden. Der hohe Testosteronüberschuss wirkt in diesen Situationen für mich als Mann sehr menschlich, kann den ein oder anderen eventuell etwas stören. Trotzdem ist es auch mal sehr angenehm, ehrliche Arbeit zu sehen, die mit solcher Kraft inszeniert wird. Ruhige Momente zeigen hingegen wie Zahm diese harten Kerle sein können. Denn herzliche Familienwärme versprüht dieser Reißer genauso gut.

    Fazit

    Ein mit Testosteron geladener, aber ebenso realistischer Actionfilm. Helden, die nicht aufdringlich heroisch daherkommen und Männer, die ihre menschliche Seite offenbaren. Dieses Katastrophendrama bietet hitzige Momente, verfügt jedoch gleichzeitig über abkühlende, emotionale Dichte.

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