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Slasher: Guilty Party

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Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. In Slasher: Guilty Party treffen zwei Gruppen, in denen ein jeder nach Sühne für Vergangenes sucht, im eisigen Hinterland Kanadas aufeinander. Doch Vergebung gibt es nicht für alle und nicht umsonst. Es wird Blut fließen müssen…

TitelSlasher: Guilty Party
Jahr2017
ProduktionslandKanada, USA, Großbritannien
RegieFelipe Rodriguez
DrehbuchAaron Martin
GenreHorror, Thriller, Serie
DarstellerLeslie Hope, Paula Brancanti, Lovell Adams-Gray, Christopher Jacot
Länge380 Minuten
FSKnicht unter 18 Jahren freigegeben
Verleihjustbridge Entertainment
Blu-ray Cover Slasher: Guilty Party
Blu-ray Cover von Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Frostiges Geheimnis im Sommer Camp

Fünf ehemalige Betreuer eines Sommercamps kehren nach fünf Jahren, mitten im Winter, zurück an den Ort eines Verbrechens. Peter, Dawn, Noah, Susan und Andy wollten Talvinder eine Lektion erteilen, indem sie ihr einen gestellten Prozess unter Freunden machten. Doch es lief alles aus dem Ruder, sie töteten und verscharrten sie in den Wäldern. Das Camp gibt es nicht mehr und seit einiger Zeit lebt eine Gruppe Aussteiger hier. Antoine und Renee haben ein Refugium abseits der Zivilisation erschaffen, in dem sie und sechs andere Mitglieder Abstand zu ihrem bisherigen Leben suchen. Die Zeiten dieser Oase der Ruhe neigen sich dem Ende, hier soll schon zum Anbruch des Frühlings ein Ferien-Resort entstehen.

Die fünf Freunde werden argwöhnisch beäugt, ihre Motive angezweifelt. Und sie müssen feststellen, dass Talvinders Leichnam nicht mehr dort ist, wo sie ihn einst deponiert hatten. Andi wird bei der Suche nach der Leiche ermordet, und auch Gene, einer der Aussteiger, macht unsanfte Bekanntschaft mit einer Kettensäge. Der Tank des Schneemobil ist plötzlich leer, sodass das eisige Wetter die verbliebenen Elf im Haupthaus vereint. Sie wissen, dass jeder von ihnen der Killer sein kann. Und jeder das nächste Opfer…

Screen 01 zu Slasher: Guilty Party
Noch ist es eine nette Runde in Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Der Schnee färbt sich blutrot in der Slasher: Guilty Party

Slasher: Guilty Party macht von Anfang an keine Gefangenen. Der Zuschauer wird schon in der ersten Szene Zeuge, wie ein uns unbekannter Mann brutal mit einer Kettensäge ermordet wird. Bereits hier verdient sich die zweite Staffel der Horror-Serie ihren roten “Ab 18”-Flatschen. Im Folgenden nutzt der Killer alles, was greifbar ist, um die Opfer möglichst spektakulär über den Jordan zu schicken. Vom konventionellen Messer, der elementaren Kraft des Feuers, abgebrochene Äste, bis hin zum effektiven Einsatz eines Eisbohrers; die Macher legten hier im Vergleich zum Vorgänger noch einmal eine deutliche Schippe drauf.

Doch nicht nur der Blutzoll, auch die Erzählung ist deutlich gehaltvoller als in Slasher – Season 1. Durch die isolierte Umgebung und die übersichtlichere Figurenkonstellation wurde die grundsätzliche Dramaturgie gestrafft. Zugleich wird damit auch den einzelnen Charakteren mehr Hintergrund eingeräumt. Die Sprunghaftigkeit der vorigen Staffel hat Slasher: Guilty Party ad acta gelegt. Trotz zahlreicher Klischees wirken die Protagonisten weit weniger schablonenhaft als noch zuvor.

Screen 02 zu Slasher: Guilty Party
Weißer Schnee und rotes Blut in Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Ein gutes Dutzend Verdächtige

Neben der recht schnell voranschreitenden Hauptgeschichte sind immer wieder Rückblenden eingearbeitet, die allerdings an keiner Stelle dominieren. Zum einen werden die Hintergründe des Todes von Talvinder im Sommer Camp näher beleuchtet wie auch die Nacht der Tat selbst. Aber auch das Vorleben der Aussteiger wird immer wieder thematisiert, ohne das penetrant irgendwo mit dem Finger drauf gezeigt würde. Über weite Strecken gestaltet sich die Erzählung in Slasher: Guilty Party als sehr homogen und erzeugt Sympathien und Spannung.

Die Auflösung mag dann ein wenig wie aus dem Hut gezaubert erscheinen, doch wurden tatsächlich vorher gelegentlich ein paar Fährten dorthin gelegt. Allerdings sind die nicht immer schlüssig. Das Final Girl wirkt in diesem Fall ein wenig beliebig, da sie nicht wirklich auf die Stellenausschreibung passt. Mit gutem Willen kann man das erfrischend nennen, zumal sie rückblickend die Figur ist, die sich am meisten gewandelt hat. Über die Logik des Ganzen sollte man sich aber nicht allzu sehr den Kopf zerbrechen, damit wird man hier gewiss nicht froh.

Screen 03 zu Slasher: Guilty Party
Gedankenaustausch über Verdächtige in Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Und welche Leiche liegt in Deinem Keller?

Die Suche nach dem Killer konzentriert sich zuerst natürlich auf die Gruppe der fünf ehemaligen Betreuer, die das dunkle Geheimnis eint. Abgesehen davon haben sie sich in den vergangenen fünf Jahren auseinander gelebt. Damit sind sie eine Zwangsgemeinschaft, in der jeder jeden als unliebsamen Mitwisser sieht. Doch mit der Zeit wird auch klar, dass eigentlich jeder aus dem Kreis der Aussteiger mehr oder weniger emotional labil ist. Es hat jeder Einzelne ein persönliches Trauma oder zumindest schwerwiegende Probleme zu verwinden, weswegen sie der Gesellschaft den Rücken gekehrt hatten.

Im Verlauf der acht Episoden verlagert die Geschichte von Slasher: Guilty Party ihr Hauptaugenmerk bei der Killersuche von der einen Gruppe auf die andere, ohne jedoch irgendeinen vorschnell von dem Verdacht zu befreien. Es sei denn, es hat ihn oder sie bereits dahingerafft, natürlich. Während nun der Fokus auf die verschiedenen Charaktere reihum geht, wird immer ein leiser Verdacht aufrecht zu erhalten, den Killer schon in zuvor abgehandelten Personen ausgemacht zu haben.

Screen 04 zu Slasher: Guilty Party
Die Vergangenheit holt Dich ein in Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Nicht so Gute und nicht so Böse

Natürlich kommt dabei nicht jeder der Figuren gleich viel Aufmerksamkeit zu Teil. Doch selbst die früh dahin gemetzelten Opfer spielen für den weiteren Verlauf teils eine entscheidende Rolle. Ein großer Pluspunkt ist bei Slasher: Guilty Party, dass man dieses Mal ohne zentralen Sympathieträger auskommt. Es kristallisieren sich immer wieder Charaktere heraus, um die es einen leid tut. Doch in manchem Fall erweist sich dies auch als Fallstrick. Dem Genre bedingt, ist es auch klar, dass zum Ende hin die übrig bleiben, für die man dann im Finale mitfiebern soll. Zu diesem Zeitpunkt ist die Linie zwischen Gut und Böse aber schon stark aufgeweicht worden.

Ein großes Manko des Vorgängers war, dass nicht viele der Darsteller wirklich überzeugen konnten. Das lag auch schlicht darin begründet, dass die Charaktere an sich teils nicht viel hergaben. In Slasher: Guilty Party hat sich nun auch nicht die Schauspiel-Elite Kanadas versammelt, doch fällt zumindest niemand unangenehm auf. Es gibt ein paar bekannte Gesichter aus der ersten Staffel in neuen Rollen zu sehen, aber zum größten Teil haben wir es hier mit Frischfleisch zu tun. Im Besonderen auf einzelne einzugehen, spare ich mir, da es wohl auch etwas zu viel von der Handlung verraten würde.

Screen 05 zu Slasher: Guilty Party
Am Ende bleibt nur die Angst in Slasher: Guilty Party © justbridge Entertainment

Fazit

Slasher: Guilty Party macht viel richtig, einiges mehr als die weitestgehend durchschnittliche erste Staffel um den Executioner. Mit dem begrenzten Handlungsort und Pool an Personen straffte man die Erzählung und hält sich auch mit Story-Entwicklung und Rückblenden meist gut die Waage. So kann man diese zweite Staffel als blutig und spannend, folglich durchaus gelungen bezeichnen. Stilistisch und inhaltlich ist es sicher noch etwas von den Premium-Horrorserien wie American Horror Story entfernt, hat es sich aber in seiner Nische als einfache und wohl mundende Thriller-Kost bequem gemacht. Eine dritte Staffel ist von Netflix auch schon angekündigt worden.

Wie schon die erste Staffel brachte justbridge Entertainment Slasher: Guilty Party, passend zu Halloween, am 12. Oktober auf DVD und Blu-ray heraus. Zusätzlich erschien auch ein Steelbook, dass die bisherigen Staffeln der Serie vereint und somit in insgesamt 16 Folgen gut 12 Stunden Spannung und  Blutvergießen bietet. Wer also noch mörderische Kost für die kalten Tage sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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