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Sleeping Beauty (2011)

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In Julia Leighs Drama Sleeping Beauty lässt sich eine junge Studentin aus Geldnöten unter Drogen versetzen, sodass Kunden an ihr erotische Fantasien ausleben können.

TitelSleeping Beauty
Jahr2011
ProduktionslandAustralien
RegieJulia Leigh
DrehbuchJulia Leigh
GenreDrama
DarstellerEmily Browning, Rachael Blake, Ewen Leslie, Mirra Foulkes, Peter Carroll
Länge101 Minuten
FSKab 16 Jahren freigegeben
VerleihCapelight Pictures
Blu-ray Cover von "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
Blu-ray Cover von “Sleeping Beauty” ©Capelight Pictures

Hintergrund

Sleeping Beauty ist das Regiedebüt von Julia Leigh, die auch selbst das Drehbuch lieferte. Als Inspiration für das Drehbuch dienten ihr auch ihre Träume.

Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in "Sleeping Beauty" ©Capelight Pictures
Emily Browning lässt sich als Lucy in Schlaf versetzen in “Sleeping Beauty” ©Capelight Pictures

Der Film feierte sein Debüt beim Filmfestival in Cannes im Mai 2011.

Handlung

Die junge, von Geldnöten geplagte Studentin Lucy (Emily Browning) wird bei der Suche nach einer weiteren Einnahmequelle bei einer Stellenanzeige fündig und arbeitet zunächst als in Reizwäsche gekleidete Kellnerin auf surreal anmutenden privaten Partys.

Sichtlich nervös: Emily Browning als Lucy auf einer der Partys in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures
Sichtlich nervös: Emily Browning als Lucy auf einer der Partys in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures

Ihr wird jedoch bereits zu Beginn die Möglichkeit zu “weitergehenden Verpflichtungen” angeboten.
Lucy, die ihre Freizeit in ihrer zunehmend selbstzerstörerischen Art scheinbar nur fremden Männerbekanntschaften und dem Drogenkonsum widmet, macht alsbald von dem Angebot Gebrauch und lässt sich nun, von Drogen betäubt und in Schlaf versetzt, den Fantasien und Fetischen der Kunden hingeben – legidlich Penetration ist nicht erlaubt.




Kritik zu Sleeping Beauty

Was dort mit ihr passiert, wird lediglich angedeutet. Letztlich weiß es der Zuschauer ebenso wenig wie Lucy.

Einer herausragenden Emily Browning gelingt es einerseits mühelos, den Film fast ganz alleine zu tragen und anderseits, der Figur Lucy, die eigentlich wenig Potenzial zur Sympathie- oder Identifikationsfigur bietet, die nötige Tiefe bzw. eine gewisse Mystik zu verleihen, sodass der Zuschauer ihr mit Interesse folgt.

Das Problem ist dabei allerdings der heimliche zweite Hauptdarsteller: die Kamera.
Über den gesamten Film gibt es fast nur Totalen zu sehen, es wird fast gänzlich auf Close-Ups verzichtet. Dazu gibt es viele lange Einstellungen, schnelle Schnitte sind kaum vorhanden.
Verstärkt durch wenig Farbkonstraste und die oftmalige Abwesenheit von musikalischer Untermalung, entsteht eine unangenehm unterkühlte, sterile und extrem distanzierte Szenerie und Atmosphäre, bei der der Zuschauer nie Teil des Geschehens wird, sondern stets als Beobachter auf Abstand gehalten wird, was sich teilweise fast unangenehm voyeuristisch anfühlt.
Dies mag Absicht sein, erschwert aber leider ungemein den Zugang zu diesem eigentlich interessanten Werk und trägt nicht gerade zu einem großem Spannungsbogen bei. Trotzdem sind es gerade diese Bilder, die teilweise gar an Kubrick erinnern, die sich auch nachhaltig ins Gedächtnis brennen.

Die Dienstleistung wird in Anspruch genommen: Emily Browning und Peter Carroll in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures
Die Dienstleistung wird in Anspruch genommen: Emily Browning und Peter Carroll in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures

Weiterhin irritiert die scheinbar willkürliche Insertion von kleinen Handlungssträngen sowie Nebenfiguren, die wie aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden und danach nie wieder eine Rolle spielen. Hierbei wird wenig bis nichts erklärt, Fragen bleiben unbeantwortet.

Fazit

Sleeping Beauty ist durchaus eine Sichtung wert, verschenkt aber leider ungemein viel Potenzial.

Emily Browning gibt sich als Lucy zunehmend einem extravaganten Lebensstil hin in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures
Emily Browning gibt sich als Lucy zunehmend einem extravaganten Lebensstil hin in Sleeping Beauty ©Capelight Pictures

Nichtsdestoweniger bietet Sleeping Beauty eine interessante Thematik (der sich aber leider letztlich selbst nicht großartig gewidmet wird), eine tolle Hauptdarstellerin und einige beeindruckende Bilder, die durchaus hängen bleiben werden.
Doch leider ist der Film letzten Endes längst nicht so gewagt und fordend wie er wohl gern sein würde. Denn er liefert einfach zu wenig Informationen, um wirklich Möglichkeiten und vor allem Lust zur Interpretation zu bieten.

Eines muss man dem Film aber noch anrechnen: Er wählt einen wunderbaren Moment für den Abspann.

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