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In “The Commuter” erhält Michael MacCauley eine scheinbar einfache Aufgabe gestellt. Er muss eine Person in seinem Pendlerzug finden und soll dafür 100.000 Dollar erhalten. Nur wo ist der Haken?

TitelThe Commuter
Jahr2018
ProduktionslandUSA, Frankreich, Großbritannien
RegieJaume Collet-Serra
DrehbuchByron Willinger
GenreThriller, Action
DarstellerLiam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill, Elizabeth McGovern, Jonathan Banks, Florence Pugh, Andy Nyman, Killian Scott, Shazad Latif
Länge105 Minuten
FSKab 12 Jahren
VerleihStudioCanal
Filmplakat zu "The Commuter" © StudioCanal
Filmplakat zu “The Commuter” © StudioCanal

Story

Der 60-jährige Berufspendler Michael MacCauley wird kurz vor seiner Rente entlassen. Vor einiger Zeit hat die Familie ihr Erspartes verloren und muss seitdem jeden Penni zweimal umdrehen.

Auf dem Weg nach Hause wird er von einer Frau angesprochen, die ihm eine einfache Aufgabe stellt. Finde eine Person in diesem Zug und du bekommst $ 100.000. Er nimmt an und von da an, überschlagen sich die Ereignisse. Schon bald ist er nicht mehr Herr der Lage und wird immer tiefer in den Strudel von Intrigen, Macht, Gewalt und Tod gezogen.

Michael MacCauley (Liam Neeson) lässt sich auf ein verhängnisvolles Angebot der fremden Joanna (Vera Farmiga) ein in "The Commuter" ©StudioCanal
Michael MacCauley (Liam Neeson) lässt sich auf ein verhängnisvolles Angebot der fremden Joanna (Vera Farmiga) ein; in “The Commuter” © StudioCanal

Cast

Michael MacCauley ist ein altgedienter Mitarbeiter aus dem mittleren Management einer Versicherungsgesellschaft in New York. Er ringt darum, finanziell über die Runden zu kommen. Als er gefeuert wird, erhält er ein verlockendes Angebot, dass die Zukunft seiner Söhne und auch ihn und seine Frau retten könnte. Verkörpert wird er von Liam Neeson, den man vor allem aus Schindler’s Liste kennt. Ebenso performte er in Star Wars: Episode I & II oder The secret man. Er wurde unter anderem für den Oscar und den Golden Globe nominiert.

Joanna, eine mysteriöse Lady, unterbreitet Michael ein reizvolles Angebot. Woher sie das Geld hat, wer ihre Hintermänner sind und was diese oder auch sie selbst für Motive haben, das bleibt sehr lange im Unklaren.
Vera Farmiga ist die Frau hinter der Rolle, die man auch in Departed – Unter Feinden, Orphan – Das Waisenkind und Conjuring – Die Heimsuchung sehen kann. Auch sie wurde für den Oscar und Golden Globe nominiert und konnte dazu u.a. den British Empire Film Award 2008 und den Empire Award 2007 gewinnen.

Patrick Wilson gibt den langjährigen Freund und Ex-Polizei-Kollegen Murphy. Er trifft sich ab und zu mit Michael auf ein paar Bier und sie quatschen über die alten Zeiten. Er bietet ihm auch Hilfe an, als er von seiner Entlassung erfährt.
Wilson spielt neben diversen großen Musicals am Broadway auch beispielsweise in The Founder oder den beiden ersten Conjuring Teilen. Demnächst beginnen für ihn die Dreharbeiten zu Aquaman, wo er die Co-Hauptrolle spielen wird. Nominiert wurde er u.a. für den Emmy und Golden Globe.

Joanna (Vera Farmiga) stellt Michael MacCauley (Liam Neeson) vor eine schwere Aufgabe; in "The Commuter" ©StudioCanal
Joanna (Vera Farmiga) stellt Michael MacCauley (Liam Neeson) vor eine vermeintlich einfache Aufgabe; in “The Commuter” ©StudioCanal

Schauplätze

Die Dreharbeiten fanden in den weltberühmten Pinewood Studios in Großbritannien statt. Longcross in Surrey dient als US-Bundesstaat New York. Dadurch, dass die Handlung größtenteils auf eine Location beschränkt ist, besteht die Gefahr der optischen Langeweile. Der Hudson North, ein älteres Zugmodell, hat mehr Reize zu bieten, als ein moderner Zug. Mehr Lärm, mehr Dampf, mehr Gefahrenquellen.

Zudem führt die Fahrt durch die Tunnel der Grand Central Station, die Bronx, vorbei am Hudson River und am Kanal. Vieles findet überirdisch statt. So ist Abwechslung gewährleistet. Die Metropolitan Transit Authority wollte nicht, dass auf ihrem Streckennetz oder in ihren Zügen gedreht wurde. Also musste alles im Studio nachgebaut werden.

Michael MacCauley (Liam Neeson) ist Teil einer Verschwörung geworden: Wird er das Rätsel lösen? in "The Commuter" ©StudioCanal
Michael MacCauley (Liam Neeson) ist Teil einer Verschwörung geworden: Wird er das Rätsel lösen? in “The Commuter” ©StudioCanal

Form

Mit Paul Cameron stand einer der weltbesten Kameramänner zur Verfügung. Es wurde penibel darauf geachtet, dass es nie zu dunkel wird und auch, dass der Lichteinfall durch die Fenster absolut realistisch ist.

Die Kamera ist durch die räumliche Begrenzung stets direkt am Geschehen. Man sieht viele Nahaufnahmen der Interaktionen und kann so jede kleine Geste sehen.

Zudem wird die gesamte Story aus der Sicht des Protagonisten erzählt. So bleibt der Zuschauer ebenso im Dunkeln wie er und erfährt Neuigkeiten immer zusammen mit ihm.

Der Sound reicht von beruhigend zu rasant, je nach Szene. Sehr abwechslungsreich.

Die Outfits der Darsteller sind sowohl sehr unterschiedlich, als auch glaubhaft.

Michael MacCauley (Liam Neeson) auf gefährlicher Mission im Pendlerzug nach New York; in "The Commuter" ©StudioCanal
Michael MacCauley (Liam Neeson) auf gefährlicher Mission im Pendlerzug nach New York; in “The Commuter” ©StudioCanal

Hintergrund

Regisseur Jaume Collet-Serra und Liam Neeson haben bereits 2014 in Non-Stop und 2011 in Unknown Identity zusammengearbeitet.

The Commuter ist nach Non-Stop und The Shallows – Gefahr aus der Tiefe bereits der dritte Film, in dem Collet-Serra eine Geschichte auf stark begrenztem Raum erzählt.

Das fertige Set wog über 30 Tonnen.

Kann Polizist Murphy (Patrick Wilson) seinem Ex-Kollegen Michael (Liam Neeson) helfen, den Fall zu entschlüsseln? in "The Commuter" ©StudioCanal
Kann Polizist Murphy (Patrick Wilson) seinem Ex-Kollegen Michael (Liam Neeson) helfen, den Fall zu entschlüsseln? in “The Commuter” ©StudioCanal

Genre & Fazit

Ich habe den Film zu Anfang mit gemischten Gefühlen gesehen. Zum einen hatte der Trailer durchaus interessante Szenen und Ansätze, komplett überzeugen konnte er mich jedoch nicht. Normalerweise hätt ich mir The Commuter wohl eher nicht im Kino angesehen.

Nach wenigen Minuten jedoch war die Skepsis komplett verflogen. Zu gut gefiel mir die Chemie der Schauspieler, die Grundidee und auch die Spannung hatte mich schnell gepackt. Ich wollte wissen, wie es weiter geht.

Dieses Gefühl verließ mich auch die komplette Spielzeit über nicht mehr. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, fand den Streifen nicht vorhersehbar und rätselte ca 90 Minuten mit, was denn nun genau vor sich geht.

Die Idee mit dem begrenzten Raum gefiel mir sehr gut. Das mochte ich schon am Orient-Express. Dazu die Action Szenen, die zwar einige Male übertrieben waren, was mich jedoch überhaupt nicht störte. Ich hatte nichts anderes erwartet.

Auch wurde auf tiefsinniges Geplänkel verzichtet und mir kamen die insgesamt 105 Minuten vor wie 45. Ich bin positiv überrascht. Allerdings hatte ich auch keine hohen Erwartungen und habe es mit dem Realismus mal nicht so genau genommen. Dann, als reines Action-Popcorn-Kino, funktioniert The Commuter, zumindest für mich.

 

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