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Westworld (1973)

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Mit Westworld schuf Regisseur und Buchautor Michael Crichton einen frühen Sci-Fi-Klassiker, der als Vorreiter für Genregrößen wie Terminator und Blade Runner gesehen werden kann.

Titel Westworld
Jahr 1973
Produktionsland USA
Regie Michael Crichton
Drehbuch Michael Crichton
Genre Science Fiction, Thriller, Western
Darsteller Richard Benjamin, Yul Brynner, James Brolin
Länge 89 Minuten
FSK Ab 16 Jahren freigegeben
Verleih Warner Bros. Entertainment

Story

In einer unbestimmten Zukunft bietet der Unterhaltungskonzern Delos seinen Gästen ein besonderes Freizeitparkvergnügen. Der Gast hat die Wahl, sich in eine von drei authentisch hergerichteten historischen Schauplätzen zu begeben. Dort erlebt er eine Woche lang als Quasi-Zeitgenosse neben täuschend echt aussehenden Robotermenschen eine längst vergangene Welt. Zur Auswahl stehen dabei eine Westernwelt mit Cowboys, ein Mittelalter-Setting mit Rittern und Burgjungfern sowie das Römische Reich mit seinen ausschweifenden leiblichen Genüssen.

John Blane (James Brolin) und Peter Martin (Richard Benjamin) kommen zum ersten Mal nach Westworld – als Cowboys wollen die beiden Freunde sich eine Woche lang amüsieren. Zunächst scheint die Illusion perfekt. Die Saloons sind gut besucht und die eine oder andere Schlägerei lässt nicht lange auf sich warten. Doch als bei den Robotern erste Defekte auftreten und die Betreiber des Parks die Kontrolle zu verlieren scheinen, weicht die ausgelassene Stimmung von Blane und Martin einer lebensbedrohlichen Panik.

Kritik

Auch wenn sie bis dato noch nicht in jedem Haushalt zu finden sind – Roboter, ob als körperlose Künstliche Intelligenz oder “Blechkasten” werden jetzt sowie in Zukunft einen immer stärkeren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Nicht umsonst hat die Regierung in Deutschland die “Industrie 4.0” ausgerufen, bei der die Wirtschaft durch moderne Kommunikations- und Informationstechniken effizienter und vor allem zukunftsweisender gemacht werden soll.

Die bessere digitale Vernetzung und der zunehmende Gebrauch von intelligenten Maschinen befeuert aber zugleich auch eine gesellschaftliche Angst: Die Schöpfung übertrumpft ihren Schöpfer. Konkret auf die heutige Wirtschaft gemünzt heißt das zunächst: Die eigene Arbeit könnte in Zukunft von einer Maschinen übernommen werden.

In dem Sci-Fi-Thriller-Mix Westworld wurde die Macht der Roboter bereits vor einigen Jahrzehnten erkannt und als Dystopie mit fatalem Ausgang erzählt. Dieser faszinierende Film schaut damit in die Zukunft, gewissermaßen auch in unsere Gegenwart und erfährt durch seine visionäre Problematik eine erstaunliche Aktualität.

Nur scheinbar herrscht der Unterhaltungskonzern Delos über seine Roboterwelt. In der Nacht werden die Maschinen ausgeschaltet und etwaige defekte Exemplare repariert. Nichts darf die Illusion einer echten Welt für den Kunden beeinträchtigen. Doch nach dem ersten ernsthaften Zwischenfall entgleitet den weiß gekleideten Wissenschaftlern und Technikern die Kontrolle. In diesem Zusammenhang lässt Regisseur und Autor Crichton die entscheidenden Sätze des Films sprechen:

“We aren’t dealing with ordinary machines here. These are highly complicated pieces of equipment. Almost as complicated as living organisms. In some cases, they have been designed by other computers. We don’t know exactly how they work.”

Der einstige Helfer des Menschen wendet sich gegen ihn. Es entwickelt sich gewissermaßen ein blutiger Aufstand des Geschöpfs gegen seinen Schöpfer, in das die arglosen Touristen hineingeworfen werden. Bei allem Lob darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass “Westworld” als Kind der frühen 70er aus heutiger Sicht doch arg angestaubt daherkommt und zumindest in dieser Hinsicht über die Jahre abgehangen wurde. Die schleppende Entwicklung des Plots, zusammen mit seiner starken Vorhersehbarkeit und nüchternen Stringenz, lassen ihn auf der reinen Unterhaltungsebene doch etwas zäh und inszenatorisch bieder daherkommen.

Was Westworld als früher Sci-Fi-Film nur dunkel erahnen lässt, wird im Übrigen 11 Jahre später von Terminator perfekt realisiert: Die Maschinen gewinnen in einer fernen, aber absehbaren Zukunft die Kontrolle über die Menschheit.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

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Alter: 29 // Bei Movic Freakz seit: September 2017 // Aufgabengebiet : Filme & Musik, aber ich interessiere mich ebenso für Bücher und Games // Bevorzugtes Genre: Horror // Lieblingsfilme: Scream, Nightmare on Elm Street, Martyrs // Über mich: In der Regel versuche ich mir zwei Gedanken mehr über Filme zu machen als der normale Zuschauer. Was Horrorfilme angeht, bin ich ein wandelndes Lexikon und jederzeit für eine handfeste Diskussion über Slasher, die 80er Jahre oder Gruselfilme zu haben. Darüber hinaus gibt es aber auch nur wenige Genres, mit denen ich wirklich nichts anfangen kann.

4 KOMMENTARE

  1. Ich finde es extrem gut, dass sich einer diesen Film mal vorgeknöpft hat. Dafür erstmal ein Dankeschön. Deinen Erläuterungen und Querverweisen zu aktuellen Themen wie Industrie 4.0 etc..kann ich wortlos zustimmen. Einzig bei deiner Auswertung was die Inszenierung angeht bin ich, natürlich rein subjektiv, anderer Meinung. Klar wirkt eine Produktion von 1973 heutzutage angestaubt bzw. abgehangen. Aber aus dem Blickwinkel der damaligen zeit empfinde ich, vor allem die “nüchterne Stringenz” als großen Pluspunkt. Der Film erzeugt eine unglaublich klaustrophobische und bedrohliche Atmosphäre, was natürlich zu großen Teilen dem Hauptdarsteller, aber auch der Inszenierung geschuldet ist. Die schleppende Entwicklung des Plots empfinde ich als gut ausbalancierten Spannungsaufbau.

    Trotzdem nochmal, danke das du mit deinem Beitrag diesen geilen Streifen aufgegriffen hast.

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