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Wohne lieber ungewöhnlich

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Der deutsche Verleihtitel mag dies suggerieren, aber bei der französischen Produktion handelt es sich nicht um einen Ratgeber, der das individuelle Einrichten thematisiert. Ungewöhnlich geht anders.

Titel Wohne lieber ungewöhnlich
Jahr 2017
Produktionsland Frankreich
Regie Gabriel Julien-Lafferière
Drehbuch Camille Moreau, Olivier Treiner, Francois Desagnat, Romain Protat
Genre Komödie
Darsteller Teilo Azais, Julie Gayet, Thierry Neuvic, Julie Derpardieu, Lucien Jean-Baptiste, Claudia Tagbo, Philippe Katerine
Länge 99 Minuten
FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Verleih Neue Visionen Filmverleih

Wohne lieber ungewöhnlich;
Die liebe Familie; Photographer and Copyright by Jean-Claude Lother. © Neue Visionen Filmverleih

“Mein Vater ist eine Bestie.”

Der 13 jährige Bastien und seine sechs Halbgeschwister stehen im Mittelpunkt der Handlung. Nicht nur die Großmutter, die ihre sieben Zwerge bei den bekannten Namen aus Disneys Snowwhite nennt, verliert bei diesen Familienverhältnissen leicht den Überblick. Auch mir als Zuschauer passiert dies trotz der Aufklärung zu Filmbeginn als Bastiens Mutter zum dritten Mal heiratet. Bastiens Vater, der bei der Trauung auch anwesend ist, hat zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Kinder von zwei verschiedenen Frauen. Wie schnell festzustellen ist, wird es nicht die letzte Frau für ihn sein. Die verwirrenden Beziehungsverhältnisse untereinander sind ungewöhnlich und sorgen im Laufe der Geschichte für allerlei Verwicklungen. Dies dient als Aufhänger für eine beschwingte Familienkomödie.




Seppl, Pimpel, Schlafmütz’, Chef, Happy, Hatschi und Brummbär

Die Kinder der Patchworkfamilie steht vor einem Problem. Mehrmals in der Woche wechseln sie den Wohnsitz zuliebe der Eltern. Um mit ihren Erzeugern, deren neuen Lebenspartner und Ex-Frauen weiterhin Kontakt zu halten, wurde die Erziehung unter den Erwachsenen aufgeteilt. So verbringt man nach der Schule einige Zeit dort und dann wieder hier. Das ist den Sieben irgendwann zu viel. Sie ziehen in die verlassene Wohnung der Oma ein und eröffnen dort ihr Lager. Ab sofort sollen die Eltern abwechselnd den Nachwuchs dort hüten. Die Kinder wollen alle unter einem Dach leben.

Wohne lieber ungewöhnlich;
Bastien (Teilo Azais, links) und sein Halbbruder; Photographer and Copyright by Jean-Claude Lother. © Neue Visionen Filmverleih

Der Plan steht. Allerdings muss er noch in die Tat umgesetzt werden. Diese Geschehnisse machen den Hauptteil der Handlung aus. So gewinnt man u.a. Einblick in den Schulalltag von Bastien, der sich in die neue Mitschülerin verknallt. In diesen Sequenzen wurde ich oftmals an einen französischen Coming-of-Age Klassiker erinnert (mit Sophie Marceau). Schon dort wurde das soziale Umfeld und das Miteinander der Familienangehörigen thematisiert.

Leichtfüssig und charmant, aber nicht ungewöhnlich

Natürlich sollte man von einer leicht inszenierten Familienkomödie nicht zu viel erwarten. So folgt die Dramaturgie allen bekannten Konventionen und viele Charaktere sind eindimensional und stereotyp geraten. Andererseits wird ein Großstadt-Märchen wiedergegeben. Regisseur Gabriel Julien-Laferrière bleibt immer handlungsorientiert und seine Figuren sind vor allem funktional eingesetzt worden. Das ist zwar sehr bequem, kann jedoch unterhaltsam sein. Dem Erziehungsproblem inklusive aller sozialen Schwierigkeiten wird weder wirkliche Tiefe gegeben, noch gibt man den Nebenfiguren ausschweifend Raum. Aber erwarte ich das bei einer Komödie die ihre Anleihen bei La Boum und Disneys Schneewittchen sucht?

Wohne lieber ungewöhnlich;
Photographer and Copyright by Jean-Claude Lother. © Neue Visionen Filmverleih

Die harmlose Komödie sticht vor allem mit ihrem Charme ins Herz des geneigten Zuschauers. Nicht weil die Insszenierung ungewöhnlich wäre. Das Chaos und die Verwicklungen sind punktuell etwas dicke geraten. Doch ständig passiert etwas, so das niemals Langeweile entsteht. Aus der Kinderperspektive werden komplexe Umstände vereinfacht, damit auch das junge Publikum einen Zugang gewinnen kann. Auf die locker-flockig französische Art wird familienkompakt amüsiert, damit die kleinen wie die großen Zuschauer ihren Spaß haben können.

Fazit

Die Geschichte um die sieben Halb- und Fastgeschwister ist ebenso turbulente wie angenehme Unterhaltung für ein breites Altersspektrum. Das gefällt auch ohne ungewöhnlich.

Wohne lieber ungewöhnlich;
Photographer and Copyright by Jean-Claude Lother. © Neue Visionen Filmverleih

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C'est quoi cette famille ? [FR Import]
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Alle Bildrechte: © Neue Visionen Filmverleih

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