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Wonder Woman

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Die Amazone “Prinzessin Diana” – von Hippolyta aus Ton geformt und von Zeus zum Leben erweckt. Sie macht sich auf den Weg nach Europa, um den Kriegsgott “Ares” zu töten und so den 1. Weltkrieg zu beenden.

TitelWonder Woman
Jahr2017
ProduktionslandUSA
RegiePatty Jenkins
DrehbuchJason Fuchs, William M. Marston
GenreAction, Abenteuer, Fantasy
DarstellerGal Gadot, Chris Pine, Connie Nielsen, Danny Huston, David Thewlis, Lucy Davis, Elena Anaya, Robin Wright, Florence asumba, Said Taghmaoui
Länge141 Minuten
FSKAb 12 Jahren freigegeben
VerleihWarner Bros. GmbH
Bluray Cover von Wonder Woman
Bluray-Cover zu Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights reserved.

Handlung

Die kleine Diana wächst auf der paradiesischen Amazonen-Insel “Themyscira” auf. Sie wird von Frauen regiert und es gibt keine Männer. Da die Frauen auf sich allein gestellt sind, müssen sie schon als Kinder lernen zu kämpfen. Die Königin “Hippolyta” (Connie Nielsen) aber nimmt ihre Tochter von dieser Regelung aus, da sie anders zu sein scheint. Diana’s Tante “Antiope” (Robin Wright) jedoch, setzt sich über den Befehl hinweg und unterweist sie der Kunst des Kampfes. Während eines Trainingskampfes wehrt Diana (Gal Gadot) einen Schwerthieb mit ihren beiden überkreuzten Armen ab. Die Klingt trifft ihre Arm-Rüstung und es entwickelt sich eine riesige Schockwelle, welche die Angreiferin zurück wirft. Hier wird das erste Mal deutlich, was ihre Mutter gemeint haben könnte.

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Gal Gadot und Chris Pine in Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights

Eines Tages stürzt der amerikanische Pilot “Trevor” (Chris Pine) neben der Insel ins Meer und Diana rettet ihn. Er berichtet von einem grausamen Krieg, welcher in der Welt der Menschen tobt und Diana vermutet, dass “Ares” schuld daran ist. Ares ist ein vor langer Zeit verbannter Kriegsgott. Die Deutschen, die dem Flugzeug auf den Fersen waren, greifen die Insel an und werden von den Amazonen getötet. Jedoch stirbt bei den Kampfhandlungen auch Antiope und so sieht sich Diana in der Pflicht in die Welt der Menschen zu reisen um zu helfen.

Sie stiehlt das “Lasso der Wahrheit”, den Gotttöter (Schwert) und eine Amazonen-Ausrüstung, samt Schild. So gerüstet macht sie sich mit Steve auf nach London. Dort finden sie durch ein Notizbuch von “Dr. Poison” (Elena Anaya), welches Steve ihr gestohlen hat heraus, dass der deutsche General “Erich Ludendorff” (Danny Huston) mit ihr zusammen ein Giftgas entwickelt hat, welches die deutsche Niederlage noch abwenden könnte. Eingesetzt werden, soll das Gift in Belgien, was Diana Prince (ihre Geheimidentität), Steve und einige Helfer dazu bewegt dort hin zu fahren, immer auf der Suche nach Ares um den Krieg ein für alle mal zu beenden.

Cast

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Gal Gadot als Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights

Wonder Woman wird erneut von Gal Gadot verkörpert und sie ist die perfekte Besetzung für sie. Wie schon in Batman v Superman zeigt sie eine eindrucksvolle Leistung und dadurch, dass es ihr Solofilm ist, sticht sie nochmal um ein Vielfaches heraus. In der für sie fremden Menschenwelt wirkt sie zwar verunsichert und naiv, aber sie weiß dennoch was sie will und wächst über sich selbst hinaus, um das Richtige zu tun und “Ares” aufzuhalten.

Chris Pine verleiht dem US-amerikanischen Piloten “Trevor” zu einer Paraderolle. Charismatisch und witzig peppt dieser den Streifen auf und sorgt so für eine bis dato DC-untypisch heitere Stimmung. Er steht für die Männerwelt, wird von der starken Wonder Woman aber ein wenig übertrumpft. Er muss sich oft zurück nehmen, um die Beziehung der beiden harmonieren zu lassen. Zudem setzt er oft auf Beschwichtigung und Taktieren – Wonder Woman packt die Dinge lieber direkt an und marschiert los. Hier muss Trevor dann folgen, ob er will oder nicht.

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Gal Gadot und Robin Wright in Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights

Robin Wright und Connie Nielsen als Amazonen spielen eine leider etwas zu unbedeutende Rolle. So verkörpern sie zwar Mutter und Tante von Diana, aber wirklich Einfluss auf die Handlung nimmt, wenn dann nur Robin Wright, indem sie Diana das Kämpfen lehrt.

Auf der Gegenseite sticht vor allem Danny Huston als General Ludendorff heraus. Er hat eine sehr starke Präsenz und so würde ich ihn als optimale Besetzung einstufen. Elena Ayana, als Dr. Poison spielt ebenfalls überzeugend, aber sie besticht eher durch Taten, als durch Mimik und Sprache, daher tritt sie im Vergleich in den Hintergrund. Ares wurde ebenfalls interessant dargestellt, ich hätte etwas anderes erwartet, aber es fällt nicht negativ ins Gewicht. Eine solide Leistung.

Lucy Davis, welche Etta spielt, sorgt für zahlreiche erheiternde Momente und kann getrost als heimlicher Star des Streifens gesehen werden.

Schauplätze

Diese könnten gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite die sagenhaft schöne Insel Themyscira, über welcher immer die Sonne scheint, auf der Wasserfälle und ein malerischer Sandstrand, die Augen des Betrachters offen stehen lassen. Auf der anderen Seite haben wir das graue, triste London, von Menschen überfüllt. Diana selbst beschreibt es als “scheußlich”.

Doch damit ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn vieles spielt sich direkt an der Front des 1. Weltkrieges ab. Schützengräben, Scharfschützen, Stacheldraht, verkohlte Wälder, Matsch und dergleichen prägen hier das Landschaftsbild. Dazu als krassen Gegensatz, die Empfänge, die die Generäle ab und an abhalten. Hier wird Champagner gereicht und sich in goldenen Spiegelsälen unterhalten – Fernab der Kriegswirren.

Form

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General Ludendorf und Doktor Poison in Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights reserved.

Optisch stark hervor gestochen haben für mich in erster Linie die Amazonen-Insel und die comichaften CGI-Effekte. Diese wirken auf manchen vielleicht übertrieben oder zu künstlich, doch ich finde, dass genau das, eine Comicverfilmung ausmacht und man es ruhig übertreiben soll. Für mich nach wie vor das Nonplusultra in dieser Hinsicht ist der Endkampf in “Batman vs Superman” gegen “Doomsday”. Das war ein Effekt-Feuerwerk vom Allerfeinsten und genau mein Geschmack, was Comiclook angeht. Hier hätte es meiner Meinung nach gern etwas mehr sein dürfen.

Der Rest ist optisch realistisch und glaubhaft gestaltet. Die Kameraperspektiven und Fahrten sind sehr gut gelungen, man sieht zu jeder Zeit genau das, was man sehen will und auch sehen sollte. Schnelle Megazoom-Einstellungen werden nicht mehr so exzessiv verwendet wie in einigen Vorgängern, auch wenn ich diese nicht weiter störend fand.

Das Allerbeste in Sachen Optik, Sound und Drumherum ist der Sound, genauer das “Wonder Woman Theme”. Ich habe selten so eine eingängige und mitreißende Musikuntermalung gehört, wie es dieser Track zu sein vermag, er löst bei mir Gänsehaut aus. Die weitere Hintergrundmusik ist ebenfalls stimmig und man kann an dieser Front wirklich nichts auszusetzen haben, Hans Zimmer Handwerk eben.

Hintergrund

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Gal Gadot als in Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights

Wonder Woman ist eine der ältesten Superhelden und die erste Superheldin von DC. Sie ist eine Amazonen-Kriegerin, Frauen dieser Völker zogen den Sagen nach, den Männern gleich in den Kampf.

In diesem Streifen wird sie, wie schon in Batman vs Superman, von Gal Gadot verkörpert. Da diese Israeli ist und es in den arabischen Ländern Gerüchte gibt, wonach sie an Kampfhandlungen im Gazastreifen beteiligt war, haben Tunesien und der Libanon die Ausstrahlung des Films verboten.

Wie eben erwähnt, hatte sie bereits in Batman vs Superman eine Gastrolle, die man getrost als Hauptrolle bezeichnen kann. Sie wertete den Film, den ich persönlich sehr gut fand, sogar noch auf und stach für viele als heimliche Siegerin heraus.

Im alten Europa des 1. Weltkrieges, gab es in der Gesellschaft noch eine strikte Trennung der Geschlechter. Zu Zeiten des Films erhielten Frauen das Wahlrecht und sogar erst danach gab es Professorinnen oder die Erlaubnis für Frauen zu arbeiten. Erst seit 1949 sind Frauen und Männer offiziell gleichberechtigt.

Durch diese Thematik muss sich Diana Prince die ganze Zeit über kämpfen. Sie wird belächelt, nicht ernst genommen oder sogar eines Sitzungssaales verwiesen, nur weil die eine Frau ist. Da sie ihr Leben lang auf einer isolierten Insel ohne Männer gelebt hat, geht sie entsprechend naiv durchs Leben, was ihr im Aufbegehren, gegen das Macho-Gehabe nicht gerade hilft. Sie fungiert in “Wonder Woman” als Ikone, was diese Sache angeht, denn sie ist stark, weiß was sie will und macht durch diese Naivität deutlich, wie dumm diese Geschlechtertrennung letztendlich war.

Genre & Fazit

Im derzeit sehr erfolgreichen Superhelden-Film Business, schickt DC nun mit “Wonder Woman” eine neue Figur mit Solofilm ins Rennen. Nachdem, bis auf die Batman Trilogie, alle DC Veröffentlichungen mehr oder weniger kritisiert wurden, standen sie ein wenig unter Druck. Sie entschieden sich eine Regisseurin zu engagieren und den Ton des Films aufzuhellen bzw. etwas witziger wirken zu lassen. Augenscheinlich wurde mehr Wert darauf gelegt, den Streifen menschlicher und bodenständiger zu gestalten. Die Kräfte von Wonder Woman kommen nur sporadisch zum Einsatz und auch an bildgewaltigen Comic/CGI-Effekten wurde gespart.

So tritt die Romanze zwischen Diana und Trevor in den Vordergrund und die kann durchaus überzeugen. Man merkt, dass es zwischen beiden knistert und das den kompletten Streifen hindurch. Dabei wirkt Chris Pine wesentlich abgeklärter als Gal Gadot, was aber zu einem sehr großen Teil den geschriebenen Rollen geschuldet ist. Wonder Woman agiert sehr naiv und zum Teil fast unverantwortlich. Lediglich ihre Kräfte lassen es zu, dass es eben doch gut oft gut geht.

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Gal Gadot als in Wonder Woman © 2017 Warner Bros. Entertainment Inc. and RatPac-Dune Entertainment LLC. WONDER WOMAN and all related characters and elements are trademarks of and © DC Comics. All rights

Gadot spielt aber dennoch eine sehr starke Rolle, die anders als die bisherigen Superhelden, keinen Wert darauf legt, als Held rüber zu kommen, sondern das Richtige zu tun. Danny Huston, der General Ludendorff verkörpert ist ebenfalls hervorzuheben. Er besitzt die perfekte Stimme für die Rolle, sowie Statur und Mimik. Die Helfer der Hauptdarsteller wirken alle samt sehr sympathisch und jeder von ihnen hat seine Stärke, so gibt es beispielsweise einen Scharfschützen.

Die ersten Minuten, bis zum Auftauchen von Trevor plätschern etwas träge dahin. Man hat zwar diese traumhafte Kulisse, großartiger Aufbau der Geschichte der Amazonen oder Illustrierung des Konflikts von Mutter und Tante von Diana, finden jedoch leider kaum statt. Erst als der Pilot vom Himmel kommt, nimmt Wonder Woman Fahrt auf und dieses Tempo wird auch größtenteils beibehalten.

Es ist eben ein typischer “Einführungsfilm”. Mir persönlich ein bisschen zu wenig Action und zu wenige Effekte. Ich werde das Gefühl nicht los, dass man versucht hat alles auf Realismus zu trimmen, wie es Marvel tut und genau das möchte ich bei Comic-Verfilmungen eben NICHT. Ich will gewaltige Bilder, ruhig überzeichnet und überdreht, Kampfszenen zum niederknien und Explosionen. Es handelt sich hier um Götter oder gottähnliche Wesen die aufeinander Treffen und da muss alles einfach 1-2 Nummern größer und kräftiger sein als normal. DC hat nunmal die überragenderen Superschurken als Marvel, also muss auch mehr Firepower her.

Alles in allem ist Wonder Woman dennoch ganz klar gelungen und ein positiver Beitrag zum DC Universum. Deutlich ruhiger als die Vorgänger, aber dennoch unterhaltsam. Da der Film vor allem der Einführung dient, denke ich, dass die weiteren Teile noch eine Schippe drauf packen werden und das sollten sie auch. Unter dem Aspekt wurde vieles richtig gemacht und das Jammern hier ist Jammern auf wirklich sehr hohem Niveau. Ich gebe einen klaren Daumen nach oben, auch wenn ich die anderen Kritiken, die vor Lob nur so überschäumen, nicht ganz teilen kann. Luft nach oben, aber ansonsten ein sehr schöner Film.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
2
Figuren/Schauspieler
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Ausstattung/Schauplätze
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Form
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Vergleich im Genre
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