Final Destination

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„ Im intelligenten Horrorfilm ‚Final Destination‘ versuchen ein paar Teenager dem Sensenmann von der Schippe zu springen…mit verheerenden Konsequenzen “.

Titel Final Destination
Jahr 2000
Produktionsland USA/Kanada
Regie James Wong
Drehbuch Glen Morgan, Jeffrey Rednick, James Wong
Genre Horror
Darsteller Devon Saw, Ali Larte, Kerr Smith, Tony Todd
Länge 94 min.
FSK ab 16 Jahren
Verleih Warner Bros.

Story

Der Tod hat einen Plan. Für jeden von uns. Und ist die Uhr einmal abgelaufen, lässt sich das Schicksal nicht mehr ändern. Nicht so bei Teenager Alex Browning, der zusammen mit seinen Schulkameraden eine Klassenfahrt nach Paris unternimmt. Als Alex kurz vor dem Start im Flugzeug sitzt, bekommt dieser plötzlich eine grausame Vision. Das Flugzeug explodiert und sämtliche Insassen einschließlich ihm selbst, kommen dabei ums Leben. Panisch versucht er seine Mitschüler von seiner Vision zu überzeugen und zum Verlassen des Flugzeuges zu Überreden. Letztlich wird er vom Flugpersonal verwiesen und bis auf eine Lehrerin und einige wenige Schüler bleibt der Rest der Passagiere im Flugzeug. Wieder im Flughafengebäude angekommen, versucht man zu ermitteln was der Grund für Alex‘s Vision sein könnte, als im selben Augenblick das eben startende Flugzeug tatsächlich in Flammen aufgeht und explodiert. Doch damit beginnt der Alptraum erst richtig, denn nach einiger Zeit sterben immer mehr Überlebende des damaligen Fluges 180. Schon bald kommt Alex ein schrecklicher Verdacht für das mysteriöse treiben. Niemand anderes als der Tod selbst steckt hinter den skurrilen und unerklärlichen Todesfällen. Der Tod im Flugzeug war damals vorgesehen, doch Alex hat den „Sensenmann“ durch seine Vision daran gehindert seinen ursprünglichen Plan durchzuziehen, weswegen dieser nun andere Wege geht um sein Werk zu vollenden. Wird es Alex noch einmal gelingen sein unweigerliches Schicksal auszutricksen?

Kritik

„Final Destination“ gehörte wohl um die Jahrtausendwende zu einem der kreativsten und ungewöhnlichsten Horrorfilme seiner Zeit. Denn anders als im klassischen „Teenie-Horror“ gab es hier keinen maskentragenden Psycho-Killer, der unseren „Halbstarken“ den Garaus machen wollte. Hier zeigte sich das böse in einer geradezu beängstigend-vertrauten Form, der wir früher oder später alle nicht entgehen können und das ist niemand geringeres als „Gevatter Tod“ persönlich. Allerdings besitzt dieser hier im filmischen Sinne kein klar identifizierbares Abbild, sondern erscheint unseren Protagonisten in den unterschiedlichsten und normalsten Alltagssituationen heraus. Nirgendwo geschehen mehr Unfälle als zuhause. Das könnte man zum Teil auch auf den Erstling von „Final Destination“ übertragen und der Tod ist hier wahrlich kreativ im Einsatz. Doch was sich hier im wahrsten Sinne des Wortes „Todernst“ anhört, wird dann letztlich doch nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. In James Wong‘s Teenager-Horror geht es im Grundthema darum das Schicksal zu überlisten und diese Vision hat der Drehbuchautor und Regisseur des Films geradezu köstlich amüsant umgesetzt und inszeniert. Egal wie sympathisch oder auch unsympathisch unsere Charaktere hier erscheinen mögen, man kann es regelrecht kaum abwarten bis der nächste auf kreativ skurrile Weise ins Gras beißt. Da wundert es bei all den einfallsreichen Todesarten auch nicht, das selbst ein augenscheinlich harmlos auslaufendes Haarshampoo oder andere allgegenwärtige Haushalts Utensilien zur plötzlichen Todesfälle werden können. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und James Wongs originelles Treiben machte aus „Final Destination“ eine mittlerweile sehr erfolgreiche Filmreihe mit aktuell vier nicht weniger interessanten Fortsetzungen (Tendenz steigend).

Fazit

„Final Destination“ war der Auftakt einer fantastischen Horrorfilm-Reihe, die dem Genre seinerzeit einen echten Mehrwert bot und noch immer hervorragend funktioniert. Der Film ist handwerklich fantastisch und die Kill-Effekte sind schön einfallsreich, makaber und skurril umgesetzt. Der Cast leistet gewohnte amerikanische Teenie Horror-Kost, was man einfach ausgedrückt von solide bis gut bezeichnen kann. Das Gesamtpaket ist letztlich ein gelungenes Stück Horror-Unterhaltung, bei dem man tatsächlich auch mal die Fortsetzungen um „Gevatter Tod“ empfehlen kann.

Hier die Bewertung der MovicFreakz – Redaktion:

Handlung/Dramaturgie
Figuren/Schauspieler
Ausstattung/Schauplätze
Form
Hintergrund
Vergleich im Genre
Durchschnitt:

Hier könnt Ihr den Film selbst bewerten:

Handlung/Dramaturgie
3
Figuren/Schauspieler
2
Ausstattung/Schauplätze
3
Form
2
Hintergrund
3
Vergleich im Genre
2
Durchschnitt:
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4 KOMMENTARE

  1. Mich haben immer die Eingangssequenzen sehr gefesselt. Gerade beim ersten Teil. Kann ja mal sein, wer hatte noch nie ein schlimmes Gefühl? Ich denke, den müßtest du heute mal anrufen, nach drei Minuten klingelt mein Telefon…ich glaube manchmal an so was. =D Die Abarbeitung der zum töten Auserlesenen ist tolaler Quatsch. Ich mag die Serie dieser Filme trotzdem!

  2. So originell fand ich den gar nicht. Im Gegenteil. Hat alle Merkmale eines durchschnittlichen Teenie-Slashers. Nur mit dem Unterschied das eben kein Serienkiller oder Psychopath die Protagonisten meuchelt. Wer sich daran ergötzen kann, der kann auch mit Langweilern wie „Ich weiss was du letzten Sommer getan hast“ etwas anfangen.

  3. Alles letztlich Ansichtssache. Mitte bis Ende der 90er Jahre war die unbestreitbare Blütezeit der neuen Teeneslasher-Welle. Sehr einfach gehaltenes aber dennoch unterhaltsames Popcon Kino. War eine schöne Zeit und krönte sich gerade mit Hits wie „Scream oder auch „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. Aber so ist das mit den Geschmäckern nun mal.

  4. Er hatte damals schon einen großen Reiz, da er trotz Teenie-Slasher irgendwie innovativ war. Die nachfolgenden Teile haben mich nicht mehr vom Hocker gerissen. Aber dieser hier war schon cool damals. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich ihn ewig nicht mehr gesehen habe und nicht weiß, wie er mir heute gefallen würde 😉

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